Krawallos Länder fordern höhere Bußgelder für Autoposing

Mehrere Städte gehen bereits mit Sonderkommissionen gegen sogenannte Autoposer vor. Die Bundesländer wollen im Kampf gegen den Lärm nun die Bußgelder erhöhen - um das Zehnfache.

Wegen überhöhter Dezibel-Werte sichergestellter Lamborghini
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Wegen überhöhter Dezibel-Werte sichergestellter Lamborghini


Die Verkehrsministerkonferenz hat die Forderung nach höheren Bußgeldern für Autoposer bekräftigt. "Das Sanktionspotenzial und der Ermittlungsdruck müssen nach oben korrigiert werden", sagte die saarländische Ressortchefin Anke Rehlinger (SPD) zum Abschluss der Frühjahrskonferenz der Verkehrsminister aus Bund und Ländern. Es müssten nun Vorschläge erarbeitet werden, wie der Bußgeldkatalog "schärfer gestellt" werden könne.

Autoposing sei vor allem ein städtisches Phänomen, sagte Rehlinger. Dabei gehe es nicht "um das bloße Hin- und Herfahren", sondern auch um "extremen Lärm und extreme Geschwindigkeitsüberschreitungen".

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Baden-Württemberg hatte laut einem Medienbericht im Vorfeld gefordert, Autoposing künftig mit einem Bußgeld von mindestens 100 Euro zu belegen. Bisher sind zehn Euro wegen Lärmbelästigung fällig. In mehreren Städten gibt es bereits eigene Sonderkommissionen, die gegen die Autoposer vorgehen. In Hamburg stellte die Polizei dabei auch den Lamborghini des ehemaligen Nationaltorhüters Tim Wiese sicher.

ene/AFP



insgesamt 88 Beiträge
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stefanbodensee 05.04.2019
1. Immer noch ...
...viel zu wenig, so etwas müsste mehrere hundert Euro - und den FS für 4 Wochen kosten, es muss also richtig weh tun - so wie einem die Ohren schmerzen, wenn diese hormongesteuerten Volltrottel an einem vorbeirauschen ...
Le Commissaire 05.04.2019
2. Die Würde des Autofahrers ist unantastbar.
100 EUR? Donnerwetter! Da werden jetzt aber alle zittern.
darjeeling1 05.04.2019
3. "Autoposing" lach
wir hätten ein "Motorradposing" viel nötiger!!
widower+2 05.04.2019
4. Nicht nur Bußgelder
Ich finde es schon schwer verständlich, dass manche Autos, die völlig überflüssigen Lärm verursachen (Klappenauspüffe z. B.), überhaupt eine Betriebserlaubnis bekommen. Da könnte man in puncto Lärm schon mal ansetzen. Wenn man dann noch Leute mit künstlich "soundoptimierten" Fahrzeugen erwischt, kann man diese konsequent einziehen.
dasfred 05.04.2019
5. Voll die harte Strafe
100 Euro, wenn jemand mit einem 80.000 Euro Schlitten die Anwohner übelst nervt, ist schon happig. Da muss Papi dann das Taschengeld wieder erhöhen.
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