Schilder fertig Fahrverbote in Berlin treten in Kraft

Ab Montag gelten in mehreren Straßen Berlins die ersten Fahrverbote für alte Dieselautos. In der Woche darauf werden die Durchfahrtsbeschränkungen sogar noch ausgeweitet.

Fahrverbotsschild in Hamburg - nach Lieferschwierigkeiten der Verbotsschilder gelten auch in Berlin ab der kommenden Woche Fahrverbote
Daniel Bockwoldt/ DPA

Fahrverbotsschild in Hamburg - nach Lieferschwierigkeiten der Verbotsschilder gelten auch in Berlin ab der kommenden Woche Fahrverbote


Eigentlich sollten die Fahrverbote in Berlin bereits im September in Kraft treten. Lieferschwierigkeiten bei den Verbotsschildern hatten die Durchfahrtsbeschränkungen für alte Dieselautos aber immer weiter verzögert. Kommenden Montag soll es nun aber so weit sein. Dann gelten im Bezirk Neukölln die ersten Fahrverbote der Hauptstadt.

Ab dem 25. November sollen die ersten Schilder in der Neuköllner Silbersteinstraße zwischen Hermannstraße und Karl-Marx-Straße aufgestellt werden, sagt ein Sprecher der Berliner Verkehrsverwaltung auf Nachfrage des SPIEGEL. Zuerst hatte die "Berliner Morgenpost" berichtet. Die Verbotsschilder für die Hermannstraße zwischen Emser Straße und Silbersteinstraße sollen demnach am Mittwoch folgen.

Auch im Bezirk Mitte gelten ab kommender Woche Fahrverbote auf manchen Straßenabschnitten. Betroffen davon sind laut "Morgenpost" die Stromstraße in Moabit zwischen Bugenhagenstraße und Turmstraße und die Brückenstraße zwischen Köpenicker Straße und Holzmarktstraße.

Fahrverbote bereits im Juli beschlossen

In der darauffolgenden Woche sollen im Bezirk Mitte die Schilder für vier weitere Verbotszonen aufgestellt werden. Diese liegen auf der Leipziger Straße zwischen Leipziger Platz und Charlottenstraße und auf der Friedrichstraße zwischen Dorotheenstraße und Unter den Linden. Auf der Reinhardstraße gilt das Verbot zwischen Charitéstraße und Kapelle-Ufer und auf der Straße Alt-Moabit von der Gotzkowsky- bis zur Beusselstraße.

Im Juli hatte der rot-rot-grüne Senat neben einer Ausweitung von Tempo-30-Zonen auch die Einführung von Fahrverboten für ältere Dieselfahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 5 und darunter in acht Berliner Straßen beschlossen. Eine notwendige Maßnahme, um künftig den zulässigen EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) pro Kubikmeter Luft einzuhalten. Alle acht betroffenen Straßenabschnitte liegen in den Bezirken Neukölln und Mitte.

Lange Zeit gelang es aber nicht, die entsprechenden Verbotsschilder bereitzustellen und zu montieren, da es sich bei den Schildern um Sonderanfertigungen mit langen Lieferzeiten handele, wie ein Sprecher der Verkehrsbehörde mitteilte.

cfr



insgesamt 50 Beiträge
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Seite 1
eiche3 21.11.2019
1. Fahrverbote
Lieferzeiten bei den Verkehrsschildern, eine noch dümmere Antwort habe ich nich nie gehört. Aber vielleicht passt sie dann eines Tages auch beim Berliner Flughafen, die Beschilderung hat noch 2 Jahre Lieferzeit, weil die Schilder als Einzelanfertigung außergewöhnlich sind.
surfbosi 21.11.2019
2. Ist halt Karneval
in Berlin, da brauchen die Schilder etwas länger. Beim Spiegel aber wohl auch: "In der Woche darauf werden die Durchfahrtsbeschränkungen sogar noch ausgeweitet.". Also das hört sich ja ganz schlimm an! Was machen wir denn jetzt?
mgkr 21.11.2019
3. ich kann und werde es nie verstehen, dass man die in unserem Land
erfundene Dieseltechnologie jetzt so verdammt, obwohl nachweislich viele andere Fortbewegungsmittel (Flugzeuge, Schiffe, Flotte der Bundes-, Landesregierung) wesentlich klimatisch schlechter sind. Bürger, die ein solches Fahrzeug besitzen und evtl. nur damit ihren Arbeitsplatz erreichen, haben vielfach gar nicht das Geld, sich ein neues, klimafreundlicheres Dahrzeug anzuschaffen und können auch nicht auf den durch Steuer finanzierten Fuhrpark des Landes oder Bundes zurückgreifen. Die Politik entfernt sich immer weiter weg vom Bürger, drängt sie in die Partei, die im Grunde keiner will, aber welche Alternative bleibt noch?
teloudis 21.11.2019
4. Wenn es kommen
sollte, wer bitteschön soll das kontrollieren? Die Polizei? die haben was besseres zu tun
aki-108 21.11.2019
5. Schilda lässt grüßen
So was gibt es nur in Deutschland. Die Diesel fahren dann schön einen Umweg anstatt die kürzeste Strecke zu nehmen, und was das für einen Effekt hat braucht man niemandem zu erklären (oder doch?)
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