Elektro-Offensive Berliner E-Busse können nur halbtags fahren

Berlins Verkehrsbetriebe haben vier neue E-Busse im Betrieb, 2020 sollen es insgesamt 140 werden. Doch laut einem Medienbericht haben die Fahrzeuge ein Problem.

E-Bus der BVG im Einsatz
picture alliance/ Wolfram Stein

E-Bus der BVG im Einsatz


Berlin baut seine Busflotte um. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) dürfen 90 weitere Elektrobusse kaufen, hat der Aufsichtsrat am Freitag beschlossen. Zusammen mit bereits bewilligten Neufahrzeugen könnten schon im kommenden Jahr 140 E-Busse durch Berlin rollen, berichtet die "Berliner Morgenpost" (hier geht's zum Artikel). Ab 2030, so lautet das Ziel der Berliner Regierung, sollen in der Hauptstadt gar keine BVG-Busse mit Verbrennungsmotoren mehr unterwegs sein.

Laut der "Morgenpost" zeichnet sich allerdings ein Problem ab. Derzeit hat die BVG bereits vier E-Busse, drei davon werden auch schon im regulären Betrieb eingesetzt. Allerdings können die Fahrzeuge nur etwa einen halben Tag lang eingesetzt werden, etwa von früh morgens bis zum Mittag.

Danach müssten die Busse zum Betriebshof - und die Batterien dort über Stunden neu geladen werden, schreibt die Zeitung. Danach müssten für den Rest des Tages Fahrzeuge mit klassischem Dieselmotor auf den Linien verkehren.

beb

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insgesamt 148 Beiträge
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dobschutz-spiegel 09.06.2019
1. Alternativen
In Göteborg haben wir Busse die ganztägig bis zu 10 Kilometer fahren und an der Endstation innerhalb 10 Minuten voll geladen werden .
mantrid 09.06.2019
2. Irrweg Batterie-Auto
Mit Brennstoffzelle und Wasserstoff oder E-Gas würde man den Bus in wenigen Minuten auf auftanken können. Mit Batterie braucht es einen Zweit-Bus um mobil zu bleiben. Das ist völlig unwirtschaftlich und ökologisch unsinnig. Aber ist halt Berlin, was will man da schon erwarten?
jasuly 09.06.2019
3.
Da hätten sie wohl besser beim chinesischen BYD (https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/batteriebusse-aus-china-haengen-deutsche-bushersteller-ab-a-840795.html - Stand 2012!) als Busse von Mercedes-Benz (https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2019/03/elektrobusse-bvg-berlin-vorgestellt.html) gekauft ...
meister_proper 09.06.2019
4. Mein Gott Berlin!
Vielleicht kümmert ihr euch mal um technische Randbedingungen eurer Projekte. E-Busse ganztägig fahren zu lassen ist ja kein Hexenwerk. Genf macht's vor: https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/e-mobilitaet/elektrobusse-in-15-sekunden-an-haltestellen-strom-nachladen/
pterodactylus 09.06.2019
5. Ja,
das sagt ja alles über das - immer noch bestehende - Grundproblem der Elektromobilität. Mich wundert eher, dass man bei solch großen Fahrzeugen wie Bussen, deren Leistungsverbrauch kontinuierlich und bekannt ist, offensichtlich nicht von vornherein über modulare Batterien zum Austauschen gedacht hat? Auch dieses Prinzip ist doch lange bekannt. Und Busse, die die Hälfte der Zeit stehen, kosten nur Geld. Das verdoppelt mal kurz die Ammortisierung. Und so ein Batteriewechsel ist doch wahrlich kein Hexenwerk - wenn man ihn bedacht/vorgesehen hat (anders als bei Privat-PKWs, bei denen man keine eigenen Mechaniker etc. hat oder die Kosten mehrerer Batteriesätze vorstecken muss).
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