Neue Volkswagen-Billigmarke Europa muss leider draußen bleiben

Ein Billigauto von VW wird es in Europa vorerst nicht geben. Laut Konzernchef Martin Winterkorn ist ein solches Modell nur für die Märkte in Schwellenländern geplant. Und selbst für dieses Vorhaben dämpfte der VW-Chef jetzt die Erwartungen.
VW-Chef Winterkorn: "Ob wir das hinkriegen, weiß ich noch nicht"

VW-Chef Winterkorn: "Ob wir das hinkriegen, weiß ich noch nicht"

Foto: FABRIZIO BENSCH/ REUTERS

New York - Ein Volkswagen für 8000 Euro: Die Meldung, dass man in Wolfsburg eine Billigmarke ins Leben rufen will, hat in den vergangenen Wochen für Aufregung gesorgt. Zwar bestätigte Konzernchef Winterkorn nun in New York, dass VW über ein Low-Budget-Modell zu einem Preis ab 6000 Euro nachdenke. Auf die Frage, ob ein solcher Wagen auch in Europa angeboten werden könnte, antwortete er jedoch: "Momentan nicht."

Vor zwei Wochen waren Überlegungen zu einer Billigmarke durchgesickert. Renault ist schon seit längerer Zeit mit seiner Tochter Dacia erfolgreich. Winterkorn kann sich nach eigenen Worten durchaus vorstellen, dass auch VW einen ausgewachsenen Wagen von 4,20 bis 4,30 Metern Länge für kleines Geld anbietet - allerdings nur in Schwellenländern wie Indien und China. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Idee noch nicht ausgereift sei: "Ob wir das hinkriegen, weiß ich noch nicht."

In Deutschland ist der billigste VW derzeit ab knapp 10.000 Euro zu haben - so viel kostet der Up in der Grundversion. Die zum Volkswagenkonzern gehörenden Hersteller Skoda und Seat bieten ähnliche Modelle wie den Citigo und den Mii für unter 9000 Euro an.

Diesen Kleinstwagen will Winterkorn aber keine hauseigene Konkurrenz entgegensetzen. "Wenn wir über ein Low-Budget-Car reden, sind eher Fahrzeuge gemeint, die größer sind, aber trotzdem preisgünstig bleiben sollen", erläuterte er. Bis wann eine Entscheidung für ein solches Modell fallen könnte, ließ der VW-Chef offen.

cst/dpa

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