Maßnahme gegen Stau BMW rät Mitarbeitern zum Umstieg aufs Fahrrad

Bisher fuhren die meisten Führungskräfte bei BMW mit dickem Dienstwagen zur Arbeit. Als Mittel gegen das Münchner Verkehrschaos bietet der Autohersteller seinen Mitarbeitern nun eine Alternative an: E-Bikes.
BMW-Zentrale in München

BMW-Zentrale in München

Foto: CHRISTOF STACHE/ AFP

Im Kampf gegen Stau und Parkplatznot in München hat der BMW-Konzern eine ungewöhnliche Maßnahme ergriffen: Seinen Mitarbeitern am Hauptsitz in der bayerischen Landeshauptstadt bietet der Autohersteller neuerdings Dienstfahrräder an, um sie zum Umstieg auf ein umweltfreundlicheres und platzsparendes Verkehrsmittel zu bewegen.

"Den drohenden Verkehrskollaps können wir nicht mit Autos verhindern", sagte BMW-Betriebsratschef Manfred Schoch dem SPIEGEL. "Das Kernproblem ist der Pendlerverkehr, und dafür müssen wir jetzt völlig neue Lösungen finden." (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL .)

Seit Anfang September können Mitarbeiter in München deshalb Fahrräder leasen. Statt mit einem PS-starken Premiumauto sollen sie künftig mit dem Elektrorad zur Arbeit fahren. Die Kosten für die oft mehrere Tausend Euro teuren E-Bikes werden dann mit der Erfolgsvergütung verrechnet.

Der BMW-Betriebsrat erhofft sich davon Entlastung für den Münchner Stadtverkehr. "Wir haben 40.000 Mitarbeiter in München", sagt Schoch, "wenn nur zehn Prozent davon aufs Rad umsteigen, könnte man zwei Parkhäuser zumachen".