BMW Z4 Coupé ...als gäbe es kein Morgen

Wenn von den Autos der Zukunft die Rede ist, geht es meist um Themen wie Hybridantrieb, Brennstoffzelle oder Schadstoff-Grenzwerte. Damit sind Autos der ferneren Zukunft gemeint. In der näheren Zukunft dagegen bleibt alles beim Alten - oder wird noch extremer.


Im vergangenen September sorgte eine Studie auf dem BMW-Stand für erhöhten Blutdruck bei etlichen Besuchern der IAA in Frankfurt. Dort stand der Sportwagen Z4 als Coupé, offiziell war das Auto damals noch als "Konzeptstudie" ausgewiesen. Aber schon da war klar, dass der Wagen in Serie gehen würde. Im Juni wird es soweit sein, und damit die Kundschaft sich schon einmal auf den Neuzugang im Sportwagensegment einstellen kann, verteilt BMW in diesen Tagen die ersten offiziellen Informationen über den Wagen.

Denn das Gedränge unter den rasanten Coupés nimmt zu. Erst der Porsche Cayman S, nun der Alfa Romeo Brera, demnächst das BMW Z4 Coupé und gegen Ende des Jahres der neue Audi TT. Lauter schöne, schnelle Autos - und zugleich lauter Modelle, als habe man gerade ein paar neue Ölquellen zwischen München und Ingolstadt entdeckt.

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BMW Z4 Coupé: Geduckt durch den Sommer

Das Z4 Coupé wird von Anfang an kompromisslos rasant angeboten. In der zahmeren Variante kommt ein 3-Liter-Reihensechszylindermotor zum Einsatz, der 265 PS leistet und das Auto in 5,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigt. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h elektronisch abgeregelt. Als Durchschnittsverbrauch gibt BMW 8,6 Liter je 100 Kilometer an, was angesichts der Motorleistung ein respektabler Wert ist. 38.900 Euro wird dieser Wagen kosten. Es geht aber auch deutlich teurer. Die M-Version nämlich, mit vollem Namen BMW Z4 M Coupé, steht mit einem Basispreis von 55.900 Euro in der Liste.

Dafür gibt bietet der "Sportwagen für ganz besondere Momente" (so der BMW-Pressetext) durchaus eindrucksvolle Motorentechnik. Der 3,2-Liter-Reihensechszylinder dieses Modells mobilisiert 343 PS und damit genug Schubkraft, um das Auto in glatten fünf Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen. In der Höchstgeschwindigkeit allerdings liegt die M-Version mit ihrem schwächeren Kollegen gleichauf: bei 250 Sachen stoppt die Motorelektronik den Vortrieb. Die Münchner teilen mit, dass bei Testfahrten mit dem M-Coupé auf der Nordschleife des Nürburgrings die Rundenzeiten der Modelle BMW Z4 M Roadster und BMW M3 unterboten wurden. So viel Kraft hat ihren Preis - auch an der Tankstelle. 12,1 Liter Superplus genehmigt sich der Motor nach Angaben der Münchner.

Die Serienausstattung ist für das Grundmodell mit dem etwas schwächeren Motor durchaus ausbaufähig, doch damit folgt der Wagen einem typischen BMW-Merkmal. So müssen beispielsweise Bi-Xenonlicht, Musikanlage, Klimaautomatik oder Sonnenschutzverglasung extra geordert und bezahlt werden. Dafür bietet das Gepäckabteil unter der großen Heckklappe gut 340 Liter Ladevolumen - ein recht ansprechender Wert für ein so knapp und straff geschneidertes Coupé.



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