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Fotostrecke: Paus neuer Wasserstoff-Bus

Foto: Van Hool

Platz für 125 Passagiere Französische Stadt nimmt Wasserstoff-Schnellbus in Betrieb

Halb Bus, halb Straßenbahn - und mit Wasserstoffantrieb: Mit diesem Konzept soll eine Schnellbuslinie die Luftqualität im französischen Pau verbessern. Auch der Treibstoff soll emissionsfrei erzeugt werden.

Der Name des neuen Wasserstoff-Schnellbusses der französischen Stadt Pau ist ziemlich exakt das Gegenteil seines schlichten Designs: ExquiCity18 Fuel Cell steht auf dem Typenschild. Der futuristisch aussehende Bus soll den öffentlichen Nahverkehr in Pau mit dem ersten Wasserstoff-Schnellbussystem der Welt  auf ein neues Niveau heben. Acht Exemplare des Vehikels, dessen Design eher an eine Straßenbahn erinnert, kommen nun auf einer neuen, reinen Wasserstoff-Schnellbuslinie zum Einsatz.

85 Prozent der sechs Kilometer langen Strecke zwischen dem Bahnhof im Süden der Stadt und einem Krankenhaus im Norden verlaufen auf einer geschützten Fahrspur, außerdem haben die Busse an sämtlichen Kreuzungen Vorrang. Dadurch sollen die Wasserstoff-Busse die Strecke auch zu Stoßzeiten in nur 17 Minuten zurücklegen können.

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Gebaut werden die Busse vom belgischen Hersteller Van Hool, die Brennstoffzellen liefert die kanadische Firma Ballard. In die 18 Meter langen Gelenkbusse passen bis zu 125 Passagiere, mit einer Tankfüllung kommt ein Bus über 300 Kilometer weit. Dabei verbraucht die neue Buslinie nach Angaben der Stadtverwaltung 174 Kilogramm Wasserstoff. Damit die Busse, die lediglich Wasserdampf ausstoßen, aber nicht nur lokal emissionsfrei fahren, wird der nötige Wasserstoff mithilfe erneuerbarer Energien erzeugt.

Dafür wurde im Depot, in dem die Busse über Nacht getankt werden sollen, eine eigene, mit Solarenergie betriebene Wasserstofftankstelle errichtet, die nach Angaben der Stadtverwaltung pro Tag 174 bis 268 Kilogramm Wasserstoff produzieren soll.

ene