Verkehrssicherheit Regierung will Gurtpflicht für Taxifahrer einführen

Taxifahrer mussten sich bislang im Dienst nicht anschnallen. Jetzt hat die Bundesregierung laut einem Medienbericht die Statistiken von Unfällen und Überfällen vergleichen lassen - und will die Ausnahmeregel kippen.
Anschnallpflicht: Bislang müssen sich Taxifahrer und Chauffeure nicht angurten

Anschnallpflicht: Bislang müssen sich Taxifahrer und Chauffeure nicht angurten

Foto: FABRIZIO BENSCH/ Reuters

Berlin/Saarbrücken - Die Bundesregierung will eine Anschnallpflicht für Taxifahrer einführen. Das berichtet die "Saarbrücker Zeitung" in ihrer Mittwochausgabe unter Berufung auf eine neue Verordnung des Verkehrsministeriums. Bisher waren Taxifahrer und Chauffeure von Mietwagen von der Anschnallpflicht ausgenommen . Das werde "aus Verkehrssicherheitsgründen" jedoch nicht mehr als sinnvoll angesehen.

Die geltende Ausnahmeregelung stammt aus den siebziger Jahren. Sie sollte den Fahrern bei Überfällen eine Flucht erleichtern. Doch inzwischen, so das Ministerium unter Verweis auf Stellungnahmen von Verbänden, stellten Verkehrsunfälle "eine weitaus größere Gefahr" dar. Nach Angaben des deutschen Taxi- und Mietwagenverbandes  wurden 2013 genau 244 Überfälle registriert. Im selben Zeitraum wurden mehr als zehnmal so viele Taxifahrer bei Unfällen verletzt.

Darüber hinaus sollen Kleinkinder bei der Mitnahme im Auto besser geschützt werden. Wie die Zeitung berichtet, sieht die Verordnung demnach vor, dass Eltern künftig Neugeborene bis zum Alter von 15 Monaten nur in einer Babyschale befördern dürften, die gegen die Fahrtrichtung oder seitlich ausgerichtet sei. Bei Verstößen könne ein Bußgeld von 25 Euro verhängt werden.

smh/dpa
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