Bußgelder Drängeln wird teurer

Ab Mai treten in Deutschland die Änderungen der Straßenverkehrsordnung und des Bußgeldkataloges in Kraft. Vor allem zu dichtes Auffahren wird teuer. Auch ein Fahrverbot droht nun schneller.


Berlin - Laut dem Deutschen Anwaltverein (DAV) muss der Mindestabstand zu einem vorausfahrenden Auto künftig bei 80 Kilometern in der Stunde mindestens fünf Zehntel des halben Tachowertes betragen – also 20 Meter. Andernfalls drohen 40 Euro Bußgeld und ein Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg. Ein Abstand von weniger als drei Zehntel des halben Tachowerts, bei 80 Stundenkilometern also zwölf Meter, kostet 100 Euro und schlägt mit vier Punkten in Flensburg zu Buche. Bei 100 Stundenkilometern droht bei weniger als 15 Metern Abstand ein Fahrverbot von einem Monat.

Der DAV wies allerdings darauf hin, dass die Abstandsmessungen der Polizei oft falsch seien. In Zweifelsfällen sei es deshalb ratsam, Widerspruch gegen den Bußgeldbescheid einzulegen.

Außerdem tritt im Mai die neue Winterreifenpflicht in Kraft. Wer sich nicht daran hält und bei winterlichen Verhältnissen mit Sommerreifen unterwegs ist, muss künftig mit 20 Euro Bußgeld rechnen. Bleibt das Auto mit Sommerreifen im Schnee stecken, verdoppelt sich der Betrag auf 40 Euro und es gibt einen Punkt in Flensburg.

har/dpa



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