Car-to-X-Kommunikation Autoindustrie einigt sich auf Technik-Standard

Car-to-X-Kommunikation gilt als eine wichtige Voraussetzung für die mobile Zukunft. Mit der Technik senden etwa Autos Verkehrsinformationen an andere Teilnehmer oder Leitzentralen. Dafür müssen alle künftigen Autos den gleichen Übertragungsstandard nutzen. Jetzt haben sich Hersteller auf eine gemeinsame Strategie geeinigt.
Car-to-X-Kommunikation: Autos senden Daten an andere Verkehrsteilnehmer

Car-to-X-Kommunikation: Autos senden Daten an andere Verkehrsteilnehmer

Foto: Continental

Regensburg/Frankfurt am Main - Insgesamt zwölf Fahrzeughersteller aus dem Car to Car Communication Consortium (C2C-CC)  haben mit der Unterzeichnung eines Memorandums eine gemeinsame Strategie festgelegt, die Fahrzeug-zu-Fahrzeug- und Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation (Car-to-Car und Car-to-Infrastructure) mit gemeinsamen Standards zur Serienreife zu bringen. Die Hersteller streben an, ab 2015 erste kooperative Systeme anzubieten, die es ermöglichen, dass Fahrzeuge unterschiedlicherer Hersteller miteinander sowie mit der Infrastruktur Daten austauschen können.

Continental sieht die Fahrzeug-Kommunikation (Car-to-X oder Vehicle-to-X genannt) als Schlüsseltechnologie für die Mobilität der Zukunft. "Mit schlauen Anwendungen können wir das Autofahren dann zu einem umweltfreundlicheren, rundum sichereren und komfortableren Erlebnis machen", erklärt Helmut Matschi, Mitglied des Vorstands von Continental und Leiter der Division Interior.

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Car-to-X-Kommunikation: Navigationssystem der Zukunft

Wurden die Systeme bislang in erster Linie dazu benutzt, Infotainment-Daten ins Fahrzeug zu bringen, macht die Car-to-X-Kommunikation jedes Auto zur Leitzentrale. Alle gesammelten Informationen, zum Beispiel über Geschwindigkeit, Position und Fahrtrichtung können dann über die Car-to-X-Technologie anderen Verkehrsteilnehmern oder Einheiten aus der Infrastruktur, wie Ampelanlagen oder Leitsystemen, zur Verfügung gestellt werden. Fahrzeugeigene Systeme können diese Daten auswerten und die Ergebnisse für den Fahrer oder für andere Beispiele wie Navigation und Sicherheitssysteme nutzbar machen. Bremst beispielsweise ein vorausfahrendes Fahrzeug rasant ab und meldet so ein Stauende oder eine Unfallstelle nach der nächsten Biegung, können sich die nachfolgenden Fahrzeuge schon frühzeitig auf die Situation einstellen.

Auch der Verbrauch kann mithilfe der Fahrzeugkommunikation gesenkt werden. Je mehr Daten über den Verkehrsfluss und die Streckenauslastung zur Verfügung stehen, desto effizienter kann ein Fahrzeug mit möglichst wenig kraftstoffraubendem Abbremsen und Beschleunigen durch den Verkehr geleitet werden.

Langfristig wird die Car-to-X-Kommunikation als einer der technischen Eckpfeiler für automatisiertes Fahren auch für deutlich mehr Fahrkomfort sorgen. Verfügen Fahrzeuge neben der eigenen Sensorik über die Sensor- und Bewegungsdaten der umgebenden Fahrzeuge, können automatisierte Fahrmanöver noch sicherer ablaufen.

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