Caravan-Salon Wohnmobil auf hoher See

Was ein Ärger: Da will man gemütlich mit dem Wohnmobil in die Ferien fahren und steht stattdessen im Stau. Urlauber, die ihre eigenen vier Wände bei sich haben, können Autoschlangen jetzt im wahrsten Sinne des Wortes "umschiffen". Wie das geht, zeigt ab morgen der Düsseldorfer Caravan-Salon.


Weltneuheit "Aquacamper": Schwimmende Ferieninsel

Weltneuheit "Aquacamper": Schwimmende Ferieninsel

Das Gefährt sieht wie eine Flussfähre aus, die man überall dort findet, wo es weit und breit keine Brücke gibt. Normalerweise erreichen Fußgänger, Radfahrer und Autos damit das andere Ufer. Auf dieser "Fähre" sitzt allerdings ein Urlauber im Schatten eines gelben Sonnenschirms, der vor einem Wohnwagen aufgespannt ist.

"Aquacamper" heißt die schwimmende Ferieninsel, mit der Camping-Fans Urlaub zu Wasser und auf dem Land problemlos miteinander verbinden können. Wohnwagen oder Reisemobil werden einfach auf dem 13,5 Meter langen Schiff abgestellt, das zuvor am Abfahrtshafen gechartert wird. Und schon muss man sich nicht mehr mit all den anderen Urlaubern im Stau ärgern, sondern schippert verstopfungsfrei in die Ferien. Zur Ausstattung des "Aquacamper" gehören unter anderem Gästebetten im Führerhaus, eine Duschanlage mit Toilette sowie Bordanschlüsse für Strom, Frisch- und Abwasser.

Zu sehen ist der "Aquacamper" ab morgen auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf. Bis zum 5. September sind auf der weltgrößten Messe für das mobile Reisen die neuen Highlights der Branchen zu sehen und - im Unterschied zu anderen Autoschauen - auch zu kaufen. Vor einem Jahr waren rund 164.000 Menschen zu dieser internationalen Leitmesse gekommen, und auch diesmal rechnen die Veranstalter mit über 150.000 Besuchern.

Designpreis für kreative Camping-Ideen

Wer auch im Ski-Urlaub gerne seine eigenen vier Wände um sich hat, dürfte sich für die Sonderausstellung "Winterworld-Caravaning" interessieren. Dort werden wintertaugliche Fahrzeuge und Winter-Campingplätze präsentiert. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine 450 Quadratmeter große Eisfläche, auf der die Messebesucher kostenlos Schlittschuh laufen dürfen.

Eine weitere Sonderausstellung beweist, dass Campen auch sehr kreativ sein kann. Auf der "Straße des Designs" zeigen die Hersteller ihre besten Einfälle rund um das Thema Camping. 60 Firmen haben am diesjährigen Designpreis "caravaning design award: innovations for new mobility" teilgenommen, bei dem 19 Produkte ausgezeichnet wurden.

In Düsseldorf sind aber nicht nur die Großen der Caravaning-Branche präsent. Auch die herkömmliche Automobilindustrie zeigt, was sie dem mobilen Reisenden zu bieten hat. So stellt etwa VW Nutzfahrzeuge die Studie eines Freizeitfahrzeuges auf Basis des Caddy vor.

Fiat Ducato als Wohnmobil-Chassis beliebt

VW Caddy: Liegefläche im Heck
GMS

VW Caddy: Liegefläche im Heck

Der Wagen hat einen ausziehbaren Ladeboden im Heck, der nach dem Öffnen der Heckklappe eine Liegefläche schafft. Darüber lässt sich dann ein Schlafzelt spannen. Zur Verdunkelung des Camping-Caddys gibt es für alle Fenster Vorhänge. Die Ausstattung ist laut VW als Nachrüstlösung gedacht und passt sowohl in den Caddy Kombi als auch in die Pkw-Version Caddy Life.

Auch der italienische Fiat-Konzern mischt erfolgreich mit. Der Fiat Ducato ist nicht nur Transporter-Bestseller und "Nutzfahrzeug des Jahres 2004". Sein Name ist inzwischen auch zum Synonym für Wohnmobil-Chassis geworden, heißt es von der deutschen Fiat Automobil AG.

Derzeit hätten nahezu alle deutschen Reisemobilhersteller den Ducato im Programm und bauten auf dessen Radständen, Chassis-Versionen, Gewichtsklassen und Motoren ihre Fahrzeuge auf. Von den im ersten Halbjahr bundesweit neu zugelassen Reisemobilen waren nach Fiat-Angaben 74 Prozent auf dem Ducato aufgebaut.



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