Citroën-Studie Der mit dem Extra-Platz

Der französische Hersteller Citroën ist bekannt für besonders spektakuläre und ästhetisch anspruchsvolle Fahrzeugstudien. Diesmal zeigt die Marke auf der IAA das Konzeptauto C-Sportlounge - in Zitronengelb und mit einer originellen Innenraumaufteilung.


Citroën-Studie C-SportLounge: Design mit dem Kantenschleifer

Citroën-Studie C-SportLounge: Design mit dem Kantenschleifer

Die Autos werden fließender, weicher, gestreckter. Der Trend, der vor einigen Jahren mit zahlreichen Coupé-Varianten von bekannten Limousinen begann, über Modelle wie den BMW 6er oder den Mercedes CLS weitergeführt wurde und auch das künftige Porsche-Modell Panamera kennzeichnet, ist auch das zentrale Designthema der Studie Citroën C-Sportlounge. Weit gespannte Karosserielinien prägen den Wagen mit der extrem flach gestellten Windschutzscheibe, die nahtlos in ein Panoramaglasdach übergeht. Dafür sind die seitlichen Fenster schon fast zu Sehschlitzen geschrumpft, so niedrig duckt sich der Dachbogen über dem Autokörper.

Neu bei Citroën sind der fast schon aggressiv aufgesperrte Kühlerschlund, die prominenten Lufteinlässe unterhalb der ebenso auffällig geformten Scheinwerfer und vor allem die kesse Linie, die sich von den Scheinwerfern bis hinter die A-Säule zum Dach hinaufzieht. Am Heck gibt es ebenfalls viel Neues zu entdecken: eine endgültig zur horizontalen Scharte verkümmerte Rückscheibe, eine kantige Haube, bumerangförmige Rücklichter und fette Auspuffendrohre. Selten sah man ein derart sportlich und rasant aufgemachtes Konzeptauto von Citroën.

C-Sportlounge Heckansicht: Rückscheibe im Sehschlitz-Format

C-Sportlounge Heckansicht: Rückscheibe im Sehschlitz-Format

Dabei steckt das Wesentliche im Innenraum. Dort nämlich haben die Franzosen die vier Einzelsitze zwar in der üblichen Manier angeordnet, jedoch unterscheiden sich die drei Passagierplätze deutlich von dem des Fahrers. Während auf jenen weiche Polster locken, nimmt der Chauffeur des Wagens auf einem schlichter gehaltenen Gestühl in sachlicher Atmosphäre Platz. Sein Sitz und die Mittelkonsole mit wesentlichen Bedienelementen bilden eine Einheit, so dass bei einer Sitzverstellung sich auch die Konsole mitbewegt. Deshalb bleiben zum Beispiel der Automatik-Wählhebel oder die Bedientasten der Klimaanlage stets in griffgünstiger Position. Wie aus dem Serienmodell C4 bekannt, steht auch in diesem Auto die Lenkradnabe fest, so dass die darauf angeordneten Bedienelemente stets an gleicher Position bleiben.

Citroën paart beim C-Sportlounge eine rassige Optik mit äußerst kommoden Inhalten. Die weichen Passagiersitze wurden bereits erwähnt, der Zustieg zu den hinteren Plätzen wird durch hinten angeschlagene Türen außerdem sehr komfortabel. Das Kofferraumvolumen soll nach Angaben der Franzosen exorbitant sein. Antriebsseitig halten sich die Ambitionen aber erst einmal in Grenzen. Unter die Haube der Studie wurde ein 2-Liter-Dieselmotor mit einer Leistung von 136 PS geschraubt. Dass er einen Rußpartikelfilter hat, muss bei dieser fröhlich-hellen Außenfarbe wohl nicht extra erwähnt werden. Schwarze Flecken um die Auspuffrohre jedenfalls ständen dem Auto garantiert nicht.

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