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03. Mai 2019, 15:34 Uhr

Statt Parkschein

Cloppenburg führt kostenloses Parken mit Sanduhr ein

Einmal zur Post oder kurz eine Zeitung aus dem Kiosk holen - Kurzzeitparken ist in Cloppenburg ab jetzt kostenlos. Allerdings nur, wenn der Fahrer ein Zeitmessgerät aus dem 14. Jahrhundert an Bord hat.

Mit einer Sanduhr statt einem Parkschein hinter der Scheibe können Autofahrer im niedersächsischen Cloppenburg seit Freitag eine Viertelstunde kostenlos parken. Das Kurzzeitparken gratis solle kleine Besorgungen wie den Gang zur Apotheke oder zur Post erleichtern, sagte eine Sprecherin der Stadt.

Die Begründung der kuriosen Maßnahme: Bei Parkscheiben könne man meist nur halbe Stunden einstellen, die Sanduhren liefen dagegen genau 15 Minuten. Erlaubt sei das Kurzzeitparken gratis auf allen öffentlichen und gebührenpflichtigen Parkplätzen im Stadtgebiet - allerdings nur mit den städtischen Sanduhren. Diese sind für drei Euro das Stück im Bürgeramt erhältlich.

Auch andere Städte nutzen die Sanduhr

Die Sanduhren müssen mit einem Saugnapf senkrecht an der Innenseite des Fahrerfensters angebracht werden. Fallen sie herunter oder werden sie nach dem Ablaufen erneut umgedreht, drohe eine Strafe wie beim Parken ohne Parkschein, teilte die Stadt mit. Kaputte Sanduhren können kostenlos umgetauscht werden.

Am Freitagvormittag wurden der Sprecherin zufolge schon rund 300 Sanduhren verkauft. Das Parken mit einer Sanduhr ist im bayerischen Volkach schon seit 2016 möglich, in Kirchheim unter Teck in Baden-Württemberg schon etwas länger.

cfr/dpa

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