DDR-Ikone Kein Geld für die Neuauflage des Trabis

Die Serienfertigung des im Herbst 2009 auf der Autoschau IAA angekündigten New Trabant verzögert sich. Ursprünglich sollte die Serienfertigung des Stromers 2012 beginnen. Doch daraus wird nichts: Bislang gebe es noch nicht genügend Investoren.

Neuauflage eines Klassikers: Ursprünglich sollte die Serienfertigung 2012 beginnen
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Neuauflage eines Klassikers: Ursprünglich sollte die Serienfertigung 2012 beginnen


Leipzig - Der Spezialfahrzeugbauer Indikar, der den New Trabi produzieren will, hat bislang keine Geldgeber für das Projekt gefunden. Das berichtet die "Leipziger Volkszeitung" in ihrer Montagsausgabe. Ursprünglich sollte der ausschließlich mit einem Elektromotor angetriebene Wagen 2012 in Serie gehen. Wann der Bau beginnen soll, ist nicht bekannt.

Die Suche nach einem Investor, der 30 Millionen Euro für den Bau bereitstellen soll, sei bislang schleppend verlaufen, sagte Indikar-Geschäftsführer Ronald Gerschewski dem Blatt. Außerdem habe man noch keine Zulieferer und Produktionspartner für die Neuauflage des Klassikers finden können. "Wir hätten uns natürlich gewünscht, dass das Projekt schneller konkret wird", sagte Gerschewski. Ein Grund für die Verzögerung sei die schwierige Wirtschaftssituation infolge der Finanzkrise 2008 und 2009 gewesen.

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Der neue Trabant soll nur noch äußerlich an die Zweitakter-Ikone aus der DDR erinnern. Technisch soll der neue Trabi deutlich umweltfreundlicher unterwegs sein als das Original mit dem Zweitakt-Motor. Die Neuauflage soll von einem Elektromotor angetrieben und für rund 20.000 Euro verkauft werden. Das Unternehmen Indikar aus Wilkau-Haßlau bei Zwickau fertigt bislang mit rund hundert Mitarbeitern Spezialfahrzeuge.

rom/dapd



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