Defekte Servolenkung 500.000 Mazda-Fahrzeuge müssen in die Werkstatt

Der Autobauer Mazda ruft mehr als eine halbe Million Fahrzeuge wegen möglicher Probleme mit der Servolenkung zurück. Der Rückruf umfasst die Modellreihen 3 und 5 - auch in Deutschland verkaufte Fahrzeuge sind betroffen.
Cockpit des Mazda 5: Bei einigen Modellen kann die Servounterstützung ausfallen.

Cockpit des Mazda 5: Bei einigen Modellen kann die Servounterstützung ausfallen.

Hamburg/Detroit - Bei den Modellen Mazda 3 und Mazda 5 kann die Lenkkraftunterstützung ausfallen, so dass der Fahrer nur noch mechanisch steuern kann. Am Mittwoch hatte Mazda zunächst den Rückruf von 215.000 der Fahrzeuge in den USA angekündigt.

Am Donnerstag weitete der Konzern diesen dann auch auf die wichtigen Exportmärkte Europa und Australien aus. Insgesamt gehe es um 514.000 Fahrzeuge, so das japanische Unternehmen. Es ist der größte Rückruf in der Geschichte des Konzerns.

Ein Mazda-Sprecher sagte SPIEGEL ONLINE, in Deutschland seien knapp 4000 Mazda 3 sowie gut 9200 Mazda 5 von dem Problem betroffen. Konkret geht es um Autos, die zwischen April 2007 und November 2008 gebaut wurden.

Austausch im Oktober

Beim Mazda 3 trete das Problem mit der Servolenkung ausschließlich bei den Motorvarianten 1.6 Liter (Diesel )und 2.0 Liter (Benziner) auf. Beim Mazda 5 seien nur die Benziner mit 1.8 und 2.0 Litern betroffen.

Weil das Versagen der Servolenkung vor allem bei niedrigen Geschwindigkeiten zu Schwierigkeiten führe, sei eine Gefährdung von Leib und Leben unwahrscheinlich, so der Sprecher. In Deutschland seien bisher 17 Fälle bekannt, schwere Unfälle habe es nicht gegeben.

Ab Oktober würden die Mazda-Händler die deutschen Kunden anschreiben, um Wartungtermine zu vereinbaren und die defekten Teile auszutauschen.

hil/Reuters
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