Rolls-Royce Phantom als Leichenwagen Letzte Ausfahrt Luxus

Das Beste kommt zum Schluss. Wer dieses Motto wirklich ernst meint, findet jetzt beim italienischen Karosseriebauer Biemme Special Cars das passende Gefährt für die letzte Reise. Die Firma aus der Nähe von Padua hat einen Rolls-Royce Phantom zum Leichenwagen umgebaut.

Biemme Special Cars

Das letzte Hemd hat keine Taschen, weiß der Volksmund. Ebenso richtig aber ist, das Geld, Status und Ansehen für viele Menschen noch über den Tod hinaus offenbar sehr wichtig sind. Diesen Bedürfnissen kommt nun die italienische Karosseriebaufirma Biemme Special Cars aus Ospedaletto Euganeo in der Nähe von Padua entgegen. Auf der Bestatter-Fachmesse Tan Expo Funeral Home Show in Bologna gaben die Leichenwagen-Spezialisten bekannt, dass sie demnächst ein Fahrzeug auf Basis des Rolls-Royce Phantom bauen werden.

Basieren wird das Auto auf der Langversion der Luxuslimousine. Doch damit hinter den vier Sitzen noch Platz für den Sarg bleibt, wird der Wagen auf insgesamt 7,01 Meter Länge gestreckt. Intern heißt das Modell ganz nüchtern B12. Trotzdem erkennt man den Wagen natürlich auf Anhieb als Rolls-Royce Phantom. Auch deshalb, weil der Leichenwagen genau wie das Serienauto mit hinten angeschlagenen Fondtüren - sogenannten Suicide Doors - vorfährt.

Für Biemme gehört der Leichenwagenumbau zum Kerngeschäft. Im Angebot der Firma sind entsprechende Umrüstungen der Mercedes M- oder S-Klasse sowie des BMW 7ers. Selbst Maserati-Modelle wurden bereits für Leichentransporte umgerüstet. "Doch ein Auto wie den Rolls-Royce hat die Welt noch nicht gesehen", prahlt der Hersteller. Luxuriöser könne man seine letzte Reise nicht antreten. Teurer allerdings auch nicht. Über die Stückzahl und den Preise herrscht zwar noch Stillschweigen, doch da schon das Phantom-Basismodell 486.710 Euro kostet, wird der Leichenwagenumbau kaum unter einer Dreiviertelmillion Euro bleiben.

Beim Umbau werden mehr als 600 Bauteile verändert und rund 200 Meter neue Schweißnähte gezogen. Der Wagen erhält einen imposanten Glaskasten auf dem Heck und einen elektrisch ausfahrbaren Ladeboden. Auf Wunsch gibt es sogar LED-Lichteffekte, um das Auto ganz besonders zu illuminieren. Am Antrieb wird dagegen nichts verändert, es bleibt beim 460 PS starken V12-Motor mit 6,75 Litern Hubraum. Für Passagier und Chauffeur aber dürfte das unbedeutend sein. Denn die letzte Fahrt wird in aller Regel in würdevollem Tempo unternommen.



insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
bartholomew_simpson 28.03.2012
1.
Zitat von sysopRolls-RoyceDas Beste kommt zum Schluss. Wer dieses Motto wirklich ernst meint, findet jetzt beim italienischen Karosseriebauer Biemme Special Cars das passende Gefährt für die letzte Reise. Die Firma aus der Nähe von Padua hat einen Rolls-Royce Phantom zum Leichenwagen umgebaut. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,823306,00.html
Dieses Monster sieht einfach fürchterlich aus. Mir persönlich ist es egal, in welchen Fahrzeug ich meine letzte Reise antrete. Wie heißt es doch so treffend: " Das letzte Auto ist immer ein Kombi".
markus-f 28.03.2012
2. Yepp ...
Zitat von bartholomew_simpsonDieses Monster sieht einfach fürchterlich aus. Mir persönlich ist es egal, in welchen Fahrzeug ich meine letzte Reise antrete. Wie heißt es doch so treffend: " Das letzte Auto ist immer ein Kombi".
Korrekt! Dem gibt es nichts hinzuzufügen.
geroi.truda 28.03.2012
3. *
Geiles Teil!
axelkli 28.03.2012
4. stimmt
Zitat von bartholomew_simpsonDieses Monster sieht einfach fürchterlich aus. Mir persönlich ist es egal, in welchen Fahrzeug ich meine letzte Reise antrete. Wie heißt es doch so treffend: " Das letzte Auto ist immer ein Kombi".
Aber ein stilvoller Leichenwagen sollte es schon sein, natürlich nicht unbedingt ein Rolls. In Deutschland wird man ja immer häufiger in einem schnöden VW T5 abgeholt.
mat76 28.03.2012
5.
Zitat von axelkliAber ein stilvoller Leichenwagen sollte es schon sein, natürlich nicht unbedingt ein Rolls. In Deutschland wird man ja immer häufiger in einem schnöden VW T5 abgeholt.
Hm, in dem Wagen hinten zu fahren hat doch irgendwie wenig Sinn - man bekommt davon ja nix mehr mit. Nur der Fahrer profitiert doch davon. Aber mal abgesehen davon ist der Wagen so wirklich nicht schön, was meiner Meinung nach vor allem an dem unterem schwarzen Rahmen liegt. So schaut es aus, als würde der Wagen durchhängen aufgrund des langen Radstandes.
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