Der nächste Smart Wie würden Sie entscheiden?

Das Großreinemachen bei der Marke Smart ist vorüber, nur das Ursprungsmodell Fortwo hat überlebt. Derzeit laufen in der Zentrale in Böblingen die Vorbereitungen für die Premiere des neuen Modells. Es wird am 9. November enthüllt, über das Design wird noch gerätselt.


Nun, gerätselt wird natürlich nur über die Feinheiten des Designs. Denn klar ist, dass der neue Smart Fortwo in etwa so aussehen wird wie der alte. Nicht zuletzt deshalb, weil man einer solche Auto-Ikone nicht ohne Not ihrer typischen Merkmale beraubt. Das macht Porsche nicht mit dem 911er, das macht auch Mini nicht mit dem neuen Mini.

Ein Designer sieht so etwas naturgemäß etwas differenzierter. Der Chefkreative bei Smart, Hartmut Sinkwitz, sagt beispielsweise über das neue Modell: "Der neue Smart Fortwo ist kantiger, sportlicher und dynamischer geworden. Und sicherlich auch ausgereifter, ernster und erwachsener."

Welche gestalterischen Möglichkeiten ein Auto mit derart geringen Abmessungen wie der Smart Fortwo dann doch bietet, versuchte die Marke vor wenigen Wochen bei diversen Workshops zu vermitteln. Geladen waren Motorjournalisten, die sonst das Aussehen von Karosserien kritisieren. Diesmal aber sollten sie selbst ein Fahrzeug kreiiren, und zwar den neuen Smart. Unter den Entwürfen gab es Pickups, kleine Geländewagen und sogar einen Dreisitzer. Doch diesbezüglich kann Designchef Sinkwitz wenig Hoffnung machen: "Einen Dreisitzer wird es aus meiner Sicht nicht geben. Der müsste extrem in der Breite zulegen, und damit wäre das Gefühl der Handlichkeit nicht mehr auf dem Niveau, das man von Smart erwarten kann."

Angeblich wächst der neue Smart um 20 Zentimeter

Vieles deutet darauf hin, dass der bislang 2,50 Meter kurze Autoknirps in der Länge deutlich gestreckt wurde. In der Fachpresse ist von einem Längenzuwachs von 20 Zentimetern auf jetzt 2,70 Meter die Rede. Damit würde ein wesentlicher Vorteil des Autos - dass man es auch quer in Parklücken abstellen kann - wegfallen.

Sinkwitz mag noch keine Zentimeterzahlen nennen, hält das neue Modell aber weiterhin für querparktauglich: "Die Dimensionen haben wir im Wesentlichen beibehalten. man wird also auch den neuen Smart quer in die Parklücke stellen können. Der Smart soll nämlich auch weiterhin das einizge radikal kurze Auto bleiben."

Auch wenn die exakten Details noch bis zum 9. November, dem Tag der Weltpremiere von Fortwo und Fortwo Cabrio, noch geheim bleiben sollen, verrät Designer Sinkwitz bereits, dass der Neue nicht mehr ganz so lieblich und putzig wie bislang daherrollen wird. "Der Schritt vom bisherigen zum künftigen Smart ist der vom Kind zum Jugendlichen. Alle Partien wirken strukturierter und der persönliche Charakter kommt deutlicher zum Ausdruck. Die Zeiten von Kindchenschema, Streicheleffekt und Knutschkugel sind passé." Wenn das Auto im nächsten März auf die Straßen komme, werde es ein sehr viel "maskulinerer" Smart sein.

jüp



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