Nach Bränden Post zieht Hunderte StreetScooter zeitweise aus dem Verkehr

Die elektrischen Lieferwagen aus eigener Produktion sind der Stolz der Post - doch zwei Fahrzeuge fingen wegen fehlerhafter Verschweißungen Feuer. Der Konzern zog Konsequenzen.

Ein StreetScooter in Berlin
StreetScooter

Ein StreetScooter in Berlin


Nach Bränden bei zwei Elektrolieferwagen vom Typ StreetScooter hat die Post zeitweise rund 460 der selbst produzierten Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen. Auslöser der Brände seien offenbar fehlerhafte Verschweißungen im Bereich der Batterien gewesen, sagte ein Postsprecher. Betroffen ist der StreetScooter-Typ "Work L" aus dem Baujahr 2018. Zuvor hatte das ARD-Magazin "Plusminus" über die Zwischenfälle berichtet.

Nach Angaben der Post waren im November vergangenen Jahres zwei der insgesamt rund 9000 StreetScooter der Post-Flotte in Singen in Baden-Württemberg und Teuchern in Sachsen-Anhalt in Brand geraten. Personen kamen nicht zu Schaden, es wurden jedoch Sendungen zerstört. Die Post habe daraufhin rund 460 Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen, bei denen der Verdacht bestand, sie könnten ähnliche Produktionsfehler aufweisen, sagte ein Sprecher.

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Die Überprüfungen hätten bisher jedoch keine weiteren Mängel ergeben, und die ersten überprüften Fahrzeuge seien auch schon wieder auf den Straßen unterwegs. Achim Kampker, der Chef der Herstellerfirma StreetScooter GmbH, betonte: "Der StreetScooter ist und bleibt ein sicheres Elektrofahrzeug."

ene/dpa



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hans_g 20.03.2019
1. Mängel
treten immer wieder auf. In diesem Fall scheint die Post aber vorbildlich zu agieren. Zunächst durch die Entwicklung und Produktion eines Fahrzeugs, das die Industrie nicht in der Lage war zu liefern und jetzt durch die konsequente Nachverfolgung möglicher Mängel. Weiter so!
karlsiegfried 20.03.2019
2. Die Neidhammel werden aktiv
Nur nicht runter kriegen lassen. Die Post hat es vorgemacht. Nun suchen die Neidhammel und Schlafmützen nach Gründen, wie sie der Post ihren Erfolg mies machen können. Zumindest hat die Post nicht gelogen und betrogen wie unsere ach so braven Manager von VW und Co.
dplasa 20.03.2019
3. Hunderte = Panik.... es sind 5% der 9000 Scooter!
Klingt natürlich dramatischer als zu sagen, 95% der Scooter tun einfach ihren Dienst...
leftwing 20.03.2019
4. richtig lesen hilft
es sind 2 fahrzeuge in brand geraten, das entspricht 0,2 % der flotte. ein absolut vertretbarer ausfall. schade nur für die abgefackelten pakete etc. auf die die leutchen warten. die fehlerbehandlung der post ist vorbildlich, so sollte man das auch von unseren großen autokonzernen, die ein solches fahrzeug nicht mal liefern können, auch erwarten, aber dort wird an nur ettäuscht. ich hoffe, das viele hier wissen, das der scooter aus einer zusammenarbeit mit der e.mobile ag in aachen enstanden ist, ein spinoff der dortigen fh. e.mobile bringt jetzt ein elektroauto für die stadt heraus (lieferbar ab april), der preis liegt bei 16.000 € abzgl. der e-auto pramie. bitte mal hier schauen https://www.e-go-mobile.com . es geht also doch,kleine e-autos zu einem vernünftigen preis in deutschland herzustellen. dies auch noch zu einem absolut konkurrenzfähigem preis. da kommt noch einiges aus aachen. freuen wir uns.
camshaft_in_head 20.03.2019
5. naja
aufgrund fehlerhafter Schweissungen auf einen Brand der Batterien zu schliessen ist doch sehr flach. Wenn es fehlerhafte Schweissungen waren, also z.b. die Abstände dadurch verringert waren wo die Batterien halt eingeschoben werden dann hätte das bei der Produktion eigentlich schon bemerkt werden müssen. Solche auffälligen Bereiche sollten in der Produktion eigentlich immer ausreichend geprüft werden. Also liegt eher da der Fehler
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