Verkehr am Wochenende ADAC ruft Staustufe Rot in alle Richtungen aus

Urlaubern drohen am Wochenende lange Staus. Vielerorts enden die Ferien, im Süden rollt die zweite Reisewelle - und auch die Formel 1 sorgt für Verzögerungen.

Nichts geht mehr: Am Wochenende drohen wie hier auf der A 96 zahlreiche Staus auf den Autobahnen
DPA

Nichts geht mehr: Am Wochenende drohen wie hier auf der A 96 zahlreiche Staus auf den Autobahnen


In Berlin und Brandenburg enden am kommenden Wochenende die Sommerferien und auch in Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und dem Saarland rückt das Ende der Urlaubssaison näher. Das bringt jede Menge Rückreiseverkehr und Staus. Gleichzeitig sorgt die zweite Reisewelle in Bayern und Baden-Württemberg für Autoschlangen in die Gegenrichtung.

Der ADAC erwartet deshalb "Staustufe Rot" und empfiehlt, Fahrten wenn möglich auf Montag oder Dienstag zu verlegen. Folgende Strecken sind laut dem Autoclub in beiden Richtungen besonders belastet:

  • Fernstraßen zur Nord- und Ostsee,
  • A 1 Puttgarden - Hamburg - Bremen,
  • A 3 Passau - Nürnberg - Frankfurt - Köln,
  • A 5 Hattenbacher Dreieck - Frankfurt - Karlsruhe - Basel,
  • A 6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg,
  • A 7 Füssen/Reutte - Würzburg - Hannover - Hamburg -Flensburg,
  • A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg,
  • A 9 München - Nürnberg - Berlin,
  • A 10 Berliner Ring,
  • A 11 Dreieck Uckermark - Berlin,
  • A 24 Hamburg - Berlin,
  • A 61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen,
  • A 81 Heilbronn - Stuttgart - Singen,
  • A 93 Inntaldreieck - Kufstein,
  • A 95/B 2 München - Garmisch-Partenkirchen,
  • A 96 München - Lindau,
  • A 99 Umfahrung München.

Außerdem drohen auf den Fernstraßen an die Küsten Italiens, Frankreichs und Kroatiens Staus. Besonders belastet sind Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Karawanken- und Gotthard-Route. Auf den österreichischen Autobahnen A 1 und A 4 sowie der ungarischen M 1 kann es zu Verzögerungen wegen der Anreise zum Formel-1-Rennen nahe Budapest kommen.

Bei der Rückreise müssen Urlauber an den Grenzübergängen Suben (A 3 Linz - Passau), Walserberg (A 8 Salzburg - München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein - Rosenheim) mit langen Wartezeiten wegen der dortigen Grenzkontrollen rechnen.

ene

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insgesamt 39 Beiträge
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Gluehweintrinker 01.08.2019
1. Es gibt zu viele Kraftfahrzeuge auf dem Planeten.
Kein Land der Welt ist dafür gerüstet, dass alle zu jeder Zeit mit einer persönlichen überdimensionierten Transportmaschine überallhin reisen können. Wie die Lemminge stürzen sich alle Jahr für Jahr in den kollektiven Irrsinn, und wenn gejammert wird, dann fordern sie vielleicht den zwölfspurigen Ausbau. Wenn einem da nicht langsam etwas anderes einfällt, von Zurückdrängung des Individualverkehrs bis zur Frage, wem dieser Übertourismus überhaupt einen Nutzen bringt, dann vergeigen wir es kolossal mit unserer Zukunft auf dem Planeten. Entweder kommen wir zur Vernunft, konsumieren von allem deutlich weniger oder Muttur Natur wird es dazu zwingen. Dann jedoch wird es sehr sehr hässliche Nebenwirkungen für die meisten geben, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können.
Garda 01.08.2019
2. Das ist Ihre persönliche Meinung
Zitat von GluehweintrinkerKein Land der Welt ist dafür gerüstet, dass alle zu jeder Zeit mit einer persönlichen überdimensionierten Transportmaschine überallhin reisen können. Wie die Lemminge stürzen sich alle Jahr für Jahr in den kollektiven Irrsinn, und wenn gejammert wird, dann fordern sie vielleicht den zwölfspurigen Ausbau. Wenn einem da nicht langsam etwas anderes einfällt, von Zurückdrängung des Individualverkehrs bis zur Frage, wem dieser Übertourismus überhaupt einen Nutzen bringt, dann vergeigen wir es kolossal mit unserer Zukunft auf dem Planeten. Entweder kommen wir zur Vernunft, konsumieren von allem deutlich weniger oder Muttur Natur wird es dazu zwingen. Dann jedoch wird es sehr sehr hässliche Nebenwirkungen für die meisten geben, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können.
Es gibt Menschen, dazu darf ich auch mich zählen, die auch einmal Tapetenwechsel brauchen. Ich habe inzwischen das Privileg, meine Reisezeit flexibel zu gestalten. Das haben andere nicht, besonders Familien mit schulpflichtigen Kindern. Diese sind auf Gedeih und Verderb dieser Situation ausgeliefert und es gibt nur eine Lösung: sich der bevorstehenden Strapaze bewusst zu sein und früh genug Varianten zur Leidenslinderung zu überlegen. Diese sind bescheiden, denn mehr als Pausen und Zwischenstopps bieten sich nicht an.
specialsymbol 01.08.2019
3. Man kann es nicht mehr lesen
Wen interessiert diese Meldung? Der Stau ist dann auch nicht schlimmer als sonst, nur dass eben auf einmal die Gesamtsituation von einer größeren Menge erfahren wird. Jeder kennt den lokalen Stau beim pendeln. Vertriebler kennen denn täglichen Stau, die katastrophale Planung (A7 in SH: erst gebaut, dann aufgerissen, weil man ein Kabel vergessen hat) in ganz Deutschland. Der Urlauber sieht es einmal im Jahr und dann wird so getan als sei das nur wegen ihm und etwas ganz außergewöhnliches. Das ist es nicht. Bisher waren alle "Warnwochenenden" insgesamt weniger schlimm als der übliche Verkehr unter der Woche, mit ganz wenigen Ausnahmen. Man darf halt die Wochenenden mit normalen Wochenenden nicht vergleichen, wenn niemand und insbesondere keine LKW unterwegs sind.
fx33 01.08.2019
4. Ein Urlaub am Meer
Ein Urlaub am Meer ist in der Erinnerung viel großartiger, wenn er Einzelfall bleibt. Fährt man jedes Jahr ans Meer, kann man diese Urlaube Jahre später schon nicht mehr auseinanderhalten. Wenn es um den Tapetenwechsel geht, ist es ziemlich kurz gedacht, jedes Jahr den gleichen Urlaub zu machen.
dodgerone 01.08.2019
5. Is ihre Meinung.
Zitat von GardaEs gibt Menschen, dazu darf ich auch mich zählen, die auch einmal Tapetenwechsel brauchen. Ich habe inzwischen das Privileg, meine Reisezeit flexibel zu gestalten. Das haben andere nicht, besonders Familien mit schulpflichtigen Kindern. Diese sind auf Gedeih und Verderb dieser Situation ausgeliefert und es gibt nur eine Lösung: sich der bevorstehenden Strapaze bewusst zu sein und früh genug Varianten zur Leidenslinderung zu überlegen. Diese sind bescheiden, denn mehr als Pausen und Zwischenstopps bieten sich nicht an.
Warum bin ich bei 6 oder 7 Wochen Sommerferien darauf angewiesen Samstag/Sonntag zu fahren? Ich habe selbst Kinder, kann diese und mich selbst aber genug leiden um mir sowas hier nicht anzutun.
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