Geplantes Gesetz Dobrindt fordert Gratisparkplätze für Carsharing-Autos

Verkehrsminister Alexander Dobrindt will das Carsharing in Deutschland fördern: Wer sich ein Auto mit anderen teilt, soll in Zukunft kostenfrei parken dürfen. Das passende Verkehrsschild hat der Minister schon mal entwerfen lassen.
Teile und parke: Carsharing-Anreize von Verkehrsminister Dobrindt

Teile und parke: Carsharing-Anreize von Verkehrsminister Dobrindt

Foto: BMVI

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will Carsharing mit Vorzugsregelungen beim Parken fördern. Das berichtet die "Bild"-Zeitung  am Mittwoch unter Berufung auf Eckpunkte eines entsprechenden Gesetzes, das Dobrindt nun in die Ressortabstimmung gebe. Sein Ministerium wolle den Straßenverkehrsbehörden die Möglichkeit einräumen, separate Parkflächen nur für Carsharing-Fahrzeuge auszuweisen.

"Carsharing liegt im Trend. Über eine Million Carsharing-Kunden waren Anfang des Jahres bereits registriert", sagte Dobrindt dem Blatt. Er wolle "diese neue Form der Mobilität mit einem Gesetz unterstützen".

Im Auftrag des Ministers wurde dazu ein neues, spezielles Verkehrsschild entworfen, das bundesweit einheitlich jene Parkflächen kennzeichnen solle, die nur von den Carsharing-Fahrzeugen genutzt werden dürften. Außerdem sollten die zuständigen Verwaltungen ermächtigt werden, Carsharing-Fahrzeuge generell von Parkgebühren zu befreien.

Vor allem in Großstädten werden die Carsharing-Angebote genutzt. Autohersteller wie BMW (mit DriveNow) und Mercedes (mit Car2go) sind in den vergangenen Jahren in das Geschäft mit den geteilten Autos eingestiegen. Aber auch auf dem Land bieten einige Dienste mittlerweile Leihwagen zur gemeinsamen Nutzung an.

Zu Jahresbeginn 2015 waren in Deutschland laut Angaben des Bundesverkehrsministeriums insgesamt 1,04 Millionen Carsharing-Kunden registriert und insgesamt stehen 15.400 Carsharing-Fahrzeuge zur Verfügung.

cst/Afp
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