Druckbetankung Schöner Rasen mit dem F1-Mäher

Der Dalai Lama verkauft seinen Geländewagen, französische Formel-1-Rasenmäher mähen alles nieder und Vibratoreinlagen für Autositze gefährden den Verkehr. Dies und mehr bei Druckbetankung, dem wöchentlichen Auto-Konzentrat von SPIEGEL ONLINE.


Angesichts des absurd hohen Benzinpreises müssen sich Tankstellen ein paar Extras überlegen, um ihre Kunden bei Laune zu halten. Eine interessante Idee kommt von der Firma Gilbarco Veeder-Root, einem Hersteller von Zapfsäulen: In die Pumpstationen wird ein Bildschirm mit Google-Software integriert. Während des Volltankens kann man Wegbeschreibungen und Restauranttipps recherchieren und muss nicht auf die Preisanzeige gucken.

Eine andere Möglichkeit ist, auf Autogas oder Batteriebetrieb umzurüsten. So wie der amerikanische TV-Star und Autonarr Jay Leno, der seine 150 Fahrzeuge umfassende Flotte derzeit auf Öko trimmt. Er rät anderen Autofahrern, es ihm gleichzutun: "Meine Meinung zu dem Grün-Thema ist: Auch wenn du nicht an globale Erwärmung glaubst, würdest du nicht auch gerne die Öl- und Benzinkonzerne ausbooten?" Guter Punkt, Herr Leno. Ansonsten waren die deutschen Hersteller in der vergangenen Woche überaus rege:

  • Volkswagen erweitert das Motorenangebot für den Passat um zwei TSI-Aggregate. Die 1,4 und 1,8 Liter großen Turbomotoren mit Benzindirekteinspritzung leisten 122 PS und 160 PS. Sie ersetzen die FSI-Motoren mit 1,6 und 2,0 Litern Hubraum.

  • BMW entwickelt eine Technologie, die Autofahrer von Geisterfahrten abhalten soll. Das neue Assistenzsystem erkennt nach Angaben des Herstellers auf Basis der Navigationsdaten, wenn ein Fahrer in die falsche Richtung fährt. Wer für so etwas ein Assistenzsystem braucht, sollte vielleicht seinen Führerschein abgeben

  • Eine Roadster-Version ergänzt laut "auto, motor und sport" in der für 2012 geplanten neuen Generation die Angebotspalette des glücklosen VW Beetle. Der Zweisitzer wird mit einem 280 PS starken 3,2-Liter-V6-Ottomotor angeboten.

  • Mercedes bietet die E-Klasse nun auch in Europa mit einem schadstoffarmen Bluetec-Diesel an. Die Stickoxid-Bestandteile im Abgas liegen unter dem Grenzwert der künftigen Euro-5-Norm. Die Preise der Limousine beginnen bei 50.396 Euro für den E300 Bluetec.

Mehrere interessante Designstudien kommen aus dem Ausland. Da ist zunächst der Franzose Kadeg Boucher, der einen Formel-1-Rasenmäher in Lotus-Farben entworfen hat. Auch hübsch: Der Spielzeugkonzern Mattel hat für seine Marke Hot Wheels von leibhaftigen US-Autodesignern kleine Wägelchen entwerfen lassen. Das Ergebnis sieht besser aus als die meisten echten Autos von GM und Konsorten.

Heiliger SUV, sündiges Sitzkissen

Wer bereits nach ausgefallenen Auto-Weihnachtsgeschenken sucht, sollte sich bei eBay einloggen. Dort wird derzeit ein 1966er Land Rover 88 Station Wagon versteigert, der laut Beschreibung das offizielle Gefährt des Dalai Lama war. Zusätzlich zu dem Allradler erhält der Käufer ein dreitägiges Buddhismusseminar mit seiner Heiligkeit sowie, und hier wird es bizarr, ein Dinner mit Sharon Stone. Frau Basic Instinct erklärt das Ganze in diesem Video.

Wer es nicht heilig, sondern eher sündig mag, kann als preiswerte Alternative zum Dalai-SUV diesen Auto-Vibrator ordern. Der Erotic Car Seat Seduction Massager wird auf den Sitz geschnallt und versetzt diesen in Schwingungen.

Das ultimative Weihnachtsgeschenk wäre natürlich ein richtiges Auto - und zwar eines, das fliegen kann. Daraus wird allerdings nichts, denn die fortschrittsfeindlichen Autokonzerne ignorieren das Thema seit Jahren, Kundenvorlieben werden hartnäckig ignoriert. Auch im nächsten Modelljahr sind Flug-Pkws kein Thema, wie dieser erschütternde amerikanische TV-Bericht dokumentiert.



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