Fahrradneuheiten 2020 Höher, weiter - und teurer

Mit dem Fahrrad über die Alpen, zur Arbeit oder in die Bahn - die Bikebranche präsentiert Trends für die nächste Saison. Mit dabei: nützliche und weniger nützliche Gadgets.

sram.com/ pd-f

Fahrradfahren in Deutschland boomt. Der Anteil am Verkehrsgeschehen wächst, vor allem in den Städten. Knapp 4,2 Millionen Fahrräder haben die Deutschen 2018 gekauft - neun Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Umsatz wuchs sogar um 16 Prozent, da die Räder im Schnitt teurer werden.

Dies vor allem, weil E-Bikes zunehmend gefragt sind. Der Trend dürfte sich fortsetzen - mit Rädern, die nicht mehr allzu weit von der 10.000-Euro-Marke entfernt sind. Hersteller können die Nachfrage in manchen Segmenten nach eigenen Angaben kaum bedienen. Knapp eine Million Pedelecs wurden 2018 verkauft, ein Plus von einem guten Drittel im Vergleich zu 2017.

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Fahrradtrends Trends 2020: Die Neuheiten im Überblick

Mit ihren neuen E-Modellen will die Branche neue Käuferschichten erreichen. "Die interessanteste Zielgruppe für E-Bikes sind all diejenigen, die heute noch überhaupt kein Fahrrad fahren", sagt Gunnar Fehlau vom Lobbyverband Pressedienst Fahrrad.

Bessere Antriebsvarianten machen die E-Technik allgegenwärtig. Längst hat der Motor bei Rennrädern und Mountainbikes Einzug gehalten, Reichweiten von hundert Kilometern und mehr ermöglichen ausgedehnte Trips im Gelände und in hoch gelegene Berglandschaften (worüber nicht alle Menschen glücklich sind).

Nützliche und weniger nützliche Gadgets

Die Branche sieht sich in einer Phase, in der viele Neuheiten in immer kürzerer Zeit günstiger werden - und meint nicht nur Motoren und Batterien. Beispiel Funkschaltungen: Die Preise seien bei manchen Modellen in einem halben Jahr um ein Drittel gesunken.

Wie stets überbieten sich Hersteller mit Gadgets, seien diese nun nützlich oder nicht. Da wären der beleuchtete Fahrradkorb und ein neun Gramm leichter Getränkehalter. Oder ein Aufsatz für den Gepäckträger, der die Ladefläche vergrößert. So ausgerüstet, ähnelt das Fahrrad dann eher dem Velo eines Pizzaboten. Diese und weitere Neuheiten sehen Sie in der Fotostrecke.

cfr



insgesamt 187 Beiträge
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Andrea.M 05.08.2019
1. Stadtrad ohne Licht?
keine gute Idee in Deutschland. Sollte es mindestens als Zubehör passend zum Design geben. Auch mit einer Kettenschaltung bin ich bei dieser Art von Rädern nicht einverstanden. Nabenschaltung (hat gekapselter Technik) und breiterer Kette wäre die erste Wahl. Gibt es von 2 - 14 Gänge, 2,3,4,5,7,8,9, 11 und 14. Wobei m. W. 4 u. 9 nicht mehr gebaut werden. Ich fahre zwar ein ähnliches Rad wie das gezeigte, auch 1 x 9 Gang Ks. natürlich mit Nabendynamo, bin aber halt ziemlich (fahrrad)technikaffin. Gepäckträger im Lenkbereich/ an Gabel befestigt gehört eher in den Bereich Lötzinn. Zuerst hinten. Bitte. Tipp f. Klingelbefefestigung: Gibt es auch fürs Steuerrohr (oberer Teil der Gabel). Wird unter die Spacer / dem Vorbau befestigt. Die dunkle Jahreszeit kommt bald: Ich habe in die Beleuchtung invertiert und von 50 Lux auf 100 aufgerüstet. Vom deutschen Hersteller mit den zwei Buchstaben. Bisher nur Testfahrt, weil erst vor 2 Tagen gekommen. Beeindruckend, das Ding ist STVO zugelassen und der, für mich nervige seitliche Lichtaustritt (soll so sein wg. Sichtbarkeit), ist bei der neuen Lampe wesentlich dezenter.
der_nachtarbeiter 05.08.2019
2. Verständlich
Verständlich, dass die Anhänger vom Fahrrad wachsen-gerade in den Städten kommt man sonst kaum noch voran. Ich frage mich aber, wann endlich mal die Politik reagiert und dem Rad echten Platz in der Stadt einräumt: Fahrradschnellweg von Außen in die Innenstadt-geschützte Fahrradwege, eigene Ampelschaltungen...aber solange es kein Politikerfahrrad mit Chauffeur für die Volksvertreter gibt, wird sich an der jetzigen Kultur nicht viel ändern.
die_WahrheitXXL 05.08.2019
3. Völlig verrückt - Euro sei Dank
Die Preise besonders für Fahrräder sind derart explodiert, da halten selbst Immobilien und die Mieten nicht mit. Wir sprechen über Fahrräder- 2 Räder an einem Rahmen mit einem Zahnrad, einer Kette, Pedalen, Sattel und Lenker. Was bitte ist daran genau 10.000 Euro wert? In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts sprach man von Hyperinflation. Hier zeigt der Euro besonders was er kann!
quark2@mailinator.com 05.08.2019
4.
Mal ne dumme Frage: Wieso kommt die heutige Fertigungs- und Materialwissenschaft nicht langsam mal bei den Fahrradpreisen an ? Was ich meine ist der Preisverfall bei vielen anderen technischen Dingen. Ein Fahrrad ist ein lächerlich simples "Stück Metall". Bei den heutigen Materialien, bei Roboterfertigung zu Millionen Stück, da sollte sowas mit hoher Qualität und spottbillig herzustellen sein. Statt dessen sieht man hier selten mal was, das nicht vierstellig ist und wenn das mit den eBikes so weitergeht, wird es fünfstellig. Ich vermute, es wird sich das Gleiche rausstellen, wie bei vielen anderen Branchen, nämlich das es illegale Absprachen gegeben hat. Oder hat jemand eine überzeugende Erklärung ?
fatherted98 05.08.2019
5. gähn...
....was war da jetzt so neu oder innovativ? Alles was einigermaßen interessant ist liegt jenseits dessen, was man als Normalverdiener für ein Rad ausgeben kann....der Rest ist nicht gerade neu und nicht gerade innovativ.
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