Elektroautos Opel plant Stromer für 2012

Rüsselsheim wird zum Elektroauto-Standort: Die GM-Tochter Opel will 2012 die ersten Pkw mit Akkuantrieb in Deutschland auf den Markt bringen. Einem Pressebericht zufolge sind zwei Strom-Modelle geplant.


Rüsselsheim/Oberpfaffenhofen - Die den Autos zugrundeliegende Technik des Mutterkonzerns General Motors (GM) sei "alltagstauglich" und müsse jetzt nur noch für Serienfahrzeuge umgesetzt werden, sagte Opel-Sprecher Manfred Scholz in Rüsselsheim. Derzeitiger Entwicklungsschwerpunkt sei die Batteriekapazität, die noch verbessert werden soll, um größere Reichweiten zu ermöglichen.

Konzeptauto Chevrolet Volt: Auch Opel setzt auf Elektrofahrzeuge.
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Konzeptauto Chevrolet Volt: Auch Opel setzt auf Elektrofahrzeuge.

Den Anfang macht die US-Schwestermarke Chevrolet, die 2010 die Serienversion des Elektro-Konzeptfahrzeugs Volt anbieten will. Die Fahrzeuge sollen 2011 auch in Deutschland erhältlich sein. Die Opel-Modelle folgten nach bisheriger Planung ein Jahr später. Sie bedienten sich derselben Technik aus dem Baukastensystem von GM.

Damit bestätigte der Opel-Sprecher im Wesentlichen einen Bericht der Zeitung "Automobilwoche". Das in Oberpfaffenhofen erscheinende Blatt hatte berichtet, Opel wolle in den kommenden vier Jahren zwei eigene Elektrofahrzeuge anbieten. Bei dem ersten Modell handele es sich um die Serienfassung des elektrisch angetriebenen Flextreme, der auf der vergangenen Automobilmesse IAA als kompakte Studie zu sehen war. Das zweite Strommodell werde größer sein und soll daher innen mehr Platz bieten.

Angetrieben werden die Elektrofahrzeuge dem Bericht nach von Lithium-Ionen-Akkus, die über Steckdosen geladen werden. Die derzeitige Reichweite betrage rund 60 Kilometer - was der durchschnittlichen Entfernung entspricht, die Pendler am Tag zurücklegen. Als Generator gibt es zudem einen kleinen Verbrennungsmotor, der auf längeren Etappen die Batterie nachlädt.

hil/dpa



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