Studie zu Akku-Kosten Experten prophezeien Preissturz bei E-Mobilen

Elektromobile sind vor allem wegen ihrer Batterien bislang deutlich teurer als Autos mit Verbrennungsmotor. Laut einer Studie wird sich das schon bald ändern. Der Preis für Akkus soll drastisch sinken.
Elektroauto: Preise für Akkus sollen bis 2020 um ein Drittel sinken

Elektroauto: Preise für Akkus sollen bis 2020 um ein Drittel sinken

Foto: Rolf Vennenbernd/ picture alliance / dpa

Wer elektrisch mit dem Auto unterwegs sein möchte, muss derzeit einen hohen Preis dafür zahlen. Denn wegen der hohen Kosten der Akkusysteme sind E-Mobile im Vergleich zu Verbrennungsmotoren teuer. Doch das wird sich ändern, behauptet eine Studie des Beratungsunternehmens McKinsey: Die Batteriepreise sollen demnach so drastisch einbrechen, dass schon im Jahr 2020 Elektroautos im Preis mit herkömmlichen Fahrzeugen konkurrieren können.

In den Folgejahren sollen sie sogar günstiger angeboten werden als Benzin- und Dieselfahrzeuge. In der Studie, die den "VDI nachrichten " vorliegt, prognostiziert McKinsey schon in acht Jahren einen Batteriepreis von nur noch 160 Euro pro Kilowattstunde. Aktuell liegt der Preis zwischen 400 und 560 Euro. Bis 2025 erwartet McKinsey sogar Preise von unter 130 Euro pro Kilowattstunde.

Die Entwicklung habe weitreichende Konsequenzen für Automobilindustrie, Mineralölwirtschaft und Maschinenbau: Denn der Kauf herkömmlicher Fahrzeuge lohne sich dann nur noch, wenn gleichzeitig der Benzinpreis auf 55 Eurocent sinke.

Die Studie stützt sich auf eine Befragung von Experten aus der Automobil- und Batterieindustrie weltweit. Gründe für die Preissenkungen seien der wachsende Konkurrenzdruck unter den Produzenten sowie steigende Produktionskapazitäten. Einen besonders starken Preisverfall erwartet McKinsey zwischen 2015 und 2020: "Der Wechsel von Graphit zu Silizium-basierter Technik wird einen Schub auslösen" sagt Hans-Werner Kaas, Leiter der McKinsey-Automobilberatung.

Die neue Technologie verspreche Zuwächse der Ladekapazität von 40 Prozent auf Zellebene und 30 Prozent bei den Anoden. Damit sinke der Preis pro Kilowattstunde um rund 100 Euro. Hinzu kommen weitere Optimierungen, die den Preis auf 160 Euro reduzieren. Auch der derzeit noch hohe Ausschuss wird auf sechs Prozent sinken. Heute wandert fast jede dritte Batterie direkt vom Band ins Recycling.

cst/sid
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