Elektrofahrrad Icon E-Flyer Der Smart-Esel

Was aussieht wie ein altes Rennmotorrad, ist in Wahrheit das wohl schönste E-Bike der Welt. Die Retro-Experten der kalifornischen Firma Icon haben dieses bildhübsche Elektrofahrrad kreiert - leider nur in limitierter Auflage.

ICON

Bord Track Racing war einst eine halsbrecherische Motorsportart, bei der tollkühne Männer auf schlanken Rennmotorrädern über runde oder ovale Parkettkurse mit zum Teil extrem überhöhten Kurven bretterten. Das Spektakel war Anfang des vergangenen Jahrhunderts in den USA beliebt - die filigran gestreckten Rennmaschinen gelten bis heute als Design-Vorbilder. Als solche dienten sie nun auch den Entwicklern der Firma Icon aus Los Angeles.

Die stilbewussten Schrauber, die bislang Autowracks technisch aufmöbeln oder Geländewagenklassiker mit Hightech-Ausstattung bestücken, bauen nämlich jetzt ein Elektrofahrrad im Look der klassischen Holzbahn-Racer - den E-Flyer. Das Bike besteht aus einem Aluminiumrahmen, der im Farbton Rocky Mountain Grey pulverbeschichtet ist. Es gibt gelochte Scheibenbremsen, ein LED-Licht, einen Ledersattel des englischen Herstellers Brooks Ltd. und natürlich einen Elektromotor.

Der leistet im straßenzugelassenen Normalbetrieb 750 Watt und beschleunigt das Fahrrad auf bis zu 32 km/h. Es gibt aber auch einen Race-Modus, dann entwickelt die E-Maschine 3500 Watt und ermöglicht ein Tempo bis 60 km/h. "Gut 30 Kilometer", so lautet die Herstellerangabe für die rein elektrische Reichweite. Der 52-Volt-Batterie wird entweder durch Nachladen am Stromnetz oder durch regeneratives Bremsen elektrische Energie zugeführt.

Das ebenso schlicht wie schlank gestylte Elektrofahrrad täuscht nicht nur vor, ein altes Rennmotorrad zu sein, es bringt auch trotz seiner Schmalbrüstigkeit ordentlich Gewicht auf die Waage: 31 Kilogramm wiegt der E-Flyer. Icon plant, 50 Exemplare des E-Flyers zu bauen, zum Preis von 4995 US-Dollar.

jüp

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insgesamt 83 Beiträge
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teilzeitmutti 26.02.2014
1. Alternative
Wem das Design zu "retro" ist, dem sei die Alternative der Firma Feddz empfohlen (ww.feddz.com).
Jacky Thrilla 26.02.2014
2. Eigentlich cool, aber ...
Also schick ist das Ding, aber innerlich abgeschaltet hatte ich, als ich die mechanischen Seilzug-Bremsen gesehen habe. Typisch Ami-Engineering: Aufregendes (Retro-)Design, gepaart mit Retro-Technik, anschließend für teuer Geld verkauft. Wenn man von der verbauten Bremse Rückschlüsse auf den Rest der Technik zieht, will man gar nicht wissen, was da für ein E-Motor drin steckt, welche Quali der Akku hat usw. Ehrlich: Wer verbaut an so einem - sicherlich schweren - Bike denn eine Seilzugbremse?? Hydraulik ist doch gar nicht so viel teurer und um einiges wirksamer, was man auch braucht, wenn der E-Motor mit 3500 Watt (!!Typischer SPON Druckfehler??) anzieht und beschleunigt. Naja, sieht schick aus, aber kaufen würde ich das Ding nicht.
susiwolf 26.02.2014
3. Aus 'alt' mach 'neu' ...
Nicht schlecht ... der Specht. Wie ein 'richtiges' Motorrad, denn da kann man die Sattel-h-ö-h-e auch nicht verstellen. Weder vor und zurück, noch hoch und runter ... Und die 'gelochten Scheibebremsen' ... naja, findet man schon an qualitativ hochwertigen (Normal-) Fahrrädern. Von
Jacky Thrilla 26.02.2014
4. Eigentlich cool, aber ...
Also schick ist das Ding, aber innerlich abgeschaltet hatte ich, als ich die mechanischen Seilzug-Bremsen gesehen habe. Typisch Ami-Engineering: Aufregendes (Retro-)Design, gepaart mit Retro-Technik, anschließend für teuer Geld verkauft. Wenn man von der verbauten Bremse Rückschlüsse auf den Rest der Technik zieht, will man gar nicht wissen, was da für ein E-Motor drin steckt, welche Quali der Akku hat usw. Ehrlich: Wer verbaut an so einem - sicherlich schweren - Bike denn eine Seilzugbremse?? Hydraulik ist doch gar nicht so viel teurer und um einiges wirksamer, was man auch braucht, wenn der E-Motor mit 3500 Watt (!!Typischer SPON Druckfehler??) anzieht und beschleunigt. Naja, sieht schick aus, aber kaufen würde ich das Ding nicht.
ctwalt 26.02.2014
5. Nee nee
Billigste, mechanische Avid Scheibenbremsen, nicht einmal ein Brooks Ledersattel........ Das ganze sieht mir mit Verlaub aus, wie ein typisches, billigst zusammengeschraubtes Amiprodukt. Für so eine Retrokiste findest siche doch in Deutschand keiner, der min. € 5000,- ausgibt. Ordentliches Elektro-Edelrad? Grace One !
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