Benzin- und Dieselautos Fahrverbote in Innenstädten - was meinen Sie?

In Deutschlands Städten könnte es bald Fahrverbote für Diesel- und Benzinautos geben; das plant das Umweltministerium. Gut für die Luft? Oder Schikane für Autofahrer? Stimmen Sie ab!
Verkehrsschild in Köln

Verkehrsschild in Köln

Foto: A3508 Rolf Vennenbernd/ dpa

Autofahrer müssen damit rechnen, künftig nicht mehr unbeschränkt in jede deutsche Innenstadt fahren zu können. Im Kampf gegen das gesundheitsgefährdende Stickstoffdioxid (NO2) hat das Bundesumweltministerium (BMUB) auf Drängen der Bundesländer einen entsprechenden Verordnungsentwurf fertiggestellt.

Er ermöglicht es Kommunen, künftig in Eigenregie straßen- oder zonenweise Fahrverbote zu verhängen. Zwar tragen vor allem Dieselfahrzeuge zu den überhöhten NOx-Werten bei, doch je nach Ausgestaltung durch die jeweilige Kommune könnte es auch Fahrzeuge mit Benzinmotoren treffen. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Tritt die Verordnung in Kraft, bieten sich Kommunen künftig drei Optionen, den Verkehr zu begrenzen.

  • Erstens: Die örtlichen Straßenverkehrsbehörden geben neue Plaketten aus, sodass nur noch Fahrzeuge mit emissionsarmer Diesel- oder Benzinmotortechnik in eine Verbotszone rollen dürfen.
  • Zweitens: Die Zufahrt zu bestimmten Straßen ist für sämtliche Dieselfahrzeuge gesperrt oder wahlweise nur neueren Dieselmodellen (Euro 6) gestattet.
  • Drittens: Die Städte und Gemeinden lassen an geraden Datumstagen nur Fahrzeuge mit geraden Kfz-Endziffern einfahren, an ungeraden Tagen nur Autos mit ungeraden Ziffern. Es ist ein Verfahren, das nicht zwischen abgasarmen und emissionsträchtigen Motoren unterscheidet, aber eher als gerecht empfunden wird und etwa in Paris Anwendung findet.

Der Entwurf liegt nun auf dem Schreibtisch von Verkehrsminister Alexander Dobrindt, CSU, der die neuen Verkehrsschilder für die Fahrverbote genehmigen muss.

Und jetzt sind Sie dran: Was halten Sie von möglichen Fahrverboten? Stimmen Sie ab!

wal
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