SPIEGEL ONLINE

SPIEGEL ONLINE

29. April 2004, 09:24 Uhr

Fiat Panda Alessi

Warum nicht gleich so?

Bei der Mailänder Triennale war jetzt erstmals ein Auto zu sehen, das durch seine ungewöhnliche Schwarz-Weiß-Karosserie und sein poppiges Innenleben auffiel. Ein Fiat Panda, der optisch vom italienischen Industriedesign-Unternehmen Alessi auf Vordermann gebracht worden war.

Fiat Panda Alessi:Freundlich, fröhlich, froschgrün

Fiat Panda Alessi:Freundlich, fröhlich, froschgrün

Die harten Kontraste von Schwarz und Weiß prägen das Alessi-Mobil, was ganz gut passt, denn der Fiat Panda trägt ohnehin ein eher kantig akzentuiertes Blechkleid. Doch außer bei der Farbgebung und einigen Modifikationen an den Türgriffen, den Radhäusern, den Radkappen und den Stoßstangen konzentrierte sich Alessi-Designer Stefano Giovanni bei seinem Restyling des Autos nicht weiter auf das Äußere. Er kümmerte sich vor allem um den Innenraum.

Dort findet sich die typische Alessi-Ästhetik: poppige Formen und Farben, große Tasten und Bedienhebel, ein rundum freundlich-fröhlicher Look, so als ob Seifenblasen auf dem Armaturenbrett gelandet und nicht geplatzt wären. Dazu gibt es froschgrüne Sitzbezüge, eine spezialbeschichtete Sonnenblende mit Stifthalter, die als Notizzettel genutzt werden kann, und ein Klappsystem im Kofferraum, das bei umgelegten Rücksitzlehnen einen ebenen Ladeboden schafft.

Warum erst die Designer von Alessi auf solche praktischen Details kommen, und nicht gleich die dafür Verantwortlichen von Fiat, fragt man sich. Es liegt, vermutlich, mal wieder am Geld. Die einen können einfach drauflosstylen, die anderen müssen jeden Cent umdrehen, ehe sie eine Idee tatsächlich zur Serienreife bringen können. Dennoch besteht Hoffnung. "Es ist durchaus vorstellbar, dass die eine oder andere Anregung aus dem Panda Alessi vielleicht mal in Serie geht", sagt Fiat-Sprecher Thomas Kern.

Alberto Alessi, der Chef der Designfirma in Cruisinallo, die vor allem durch formschöne und bunte Gebrauchsgegenstände wie Zitronenpressen, Teekannen und Pfeffermühlen bekannt geworden ist, hofft, dass aus der ersten Zusammenarbeit mit Fiat eine langfristige Kooperation wird. Signor Alessi sagt dazu: "Es wäre mein Traum, einmal ein ganz neues Auto mitzugestalten. Warum nicht einen Fiat?"

URL:

Verwandte Artikel:

Mehr im Internet


© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung