Fiat Panda Dakar Der Wüstenfloh

525 Fahrzeuge sind für die 29. Auflage der Rallye Dakar gemeldet, die am Dreikönigstag in Lissabon gestartet wird. Zu den ungewöhnlichsten Wüstenrennern in diesem Jahr dürften zwei Fiat Panda gehören, die die insgesamt 8698 Kilometer in Angriff nehmen werden.


Die beiden Kleinwagen sind in der Kategorie T2 gemeldet, also in jener Klasse, wo sich die besonders seriennahen Fahrzeuge tummeln. Denn der Fiat Panda Dakar basiert auf der handelsüblichen, allradgetriebenen Cross-Version der Baureihe. Die Wüstenrennwägelchen werden von einem 105 PS starken 1,3-Liter-Turbodiesel-Motor angetrieben. Die Kraft wird über eine Vicokupplung automatisch an alle vier Räder verteilt, bei Bedarf kann ein Sperrdifferenzial aktiviert werden.

An die Herausforderung der Pisten in Portugal, Spanien und Marokko, Mauretanien, Mali und Senegal wurde auch das Fahrwerk mit Einzelradaufhängung angepasst. So lassen sich die Stoßdämpfer je nach Beanspruchung durch Schlaglöcher und Sandhaufen vorne vierfach und hinten dreifach verstellen.

Das Heck des Rallye-Panda wurde voll verkleidet. Im Innern wurde der Kleinwagen komplett ummöbliert. So wurden jetzt hinter den beiden Vordersitzen unter anderem zwei Aluschienen untergebracht, die dabei helfen sollen, das Auto aus Sanddünen herauszubekommen. Außerdem zwei Schaufeln, drei Ersatzräder, sowie ein Zehn-Liter-Wassertank für den Fall, dass es mal wieder etwas länger dauert mit dem Servicemobil. Apropos Service: Die beiden Renn-Panda werden von einem Kompakt-SUV vom Typ Fiat Sedici begleitet, und darüber hinaus sind drei Iveco-Lkw mit Ersatzteilen im Tross der Rallye dabei.

Mit dem einen Panda wird ein Team aus Werksfahrern an den Start gehen. Der andere Wüstenknirps wird vom Miki Biasion pilotiert, der auf Lancia bereits zweimal Rallye-Weltmeister wurde. Als Beifahrer und Navigator fungiert Tiziano Siviero. Der Tross der Rallye Dakar wird am 21. Januar am Ziel in der senegalesischen Hauptstadt erwartet.

jüp



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