Fiat-Premieren in Genf Nett und niedlich

Für die einen war es Ausdruck der Individualität, für die anderen die automobile Lachnummer schlechthin. Der Fiat Multipla war wegen seines urigen Designs immer umstritten. Die zweite Generation wurde deshalb wieder auf Mainstream geglättet. Erstmals zu sehen auf dem Genfer Autosalon.


Der neue Fiat Multipla: Dem aktuellen Markenbild angepasst

Der neue Fiat Multipla: Dem aktuellen Markenbild angepasst

Ohne Hinweisschild wird man den Kompaktvan in den Messehallen am Lac Leman wohl kaum erkennen. Die Optik des Sechssitzers wurde dem aktuellen Markenbild angepasst. Die charakteristische Delfin-Schnauze mit der Blechwulst unterhalb der Winschutzscheibe ist einer konventionellen Motorhaube samt Kühlergrill und großem Markenlogo gewichen, die runden Scheinwerfer wurden durch rechteckige Klarglas-Exemplare ersetzt, in denen nun auch die Blinker zu finden sind. Auch das Heck wurde deutlich überarbeitet und trägt jetzt massige, ums Eck laufende Stoßfänger und neue Rückleuchten. Die Seitenansicht hingegen blieb nahezu unverändert.

Ebenso wie die technische Grundlage. Allerdings wuchs die Karosse in der Länge um zehn Zentimeter auf 4,09 Meter. Das schafft mehr Platz für die sechs Personen, die in zwei Reihen auf Einzelsitzen Platz nehmen. Übrig bleiben dann 430 Liter Kofferraum, der je nach Konfiguration durch Klappen oder Ausbau der Sitze auf maximal 1300 Liter vergrößert werden kann. Die Motorenpalette blieb ebenfalls unangetastet, so dass auch die Neuauflage wahlweise mit Benzin oder Erdgas angetrieben werden kann. In Deutschland soll der neue Kompaktvan im September zu haben sein.

Fiat Trepiùno: Niedlicher Knubbel für drei Erwachsene und ein Kind

Fiat Trepiùno: Niedlicher Knubbel für drei Erwachsene und ein Kind

Während der Multipla durch seine nett gemachte Optik an Aufmerksamkeit einbüßt, wird Fiats Konzeptauto Trepiùno die Blicke auf sich ziehen. Das kleine Concept Car auf Basis des neuen Panda scheint wie eine Kreuzung aus Fiat 500 und Nissan Micra. Fiat versteht die Studie als "moderne Interpretation des klassischen Kleinwagens, der wenig kostet, wenig verbraucht, bedienungsfreundlich ist, die Umwelt schont und seinen Insassen optimale Sicherheit bietet".

Der Name Trepiùno ("drei und eins") deutet an, wozu der Kleinwagen taugen soll. Auf 3,30 Meter Länge bietet der niedliche Knubbel Platz für drei Erwachsene und ein Kind. Möglich macht das ein mit dem Panda identischer Radstand von 2,30 Meter sowie ein flexibler Innenraum mit extra dünnen Polyurethan-Sitzen. Dank flexibler Armaturenblende kann der Beifahrersitz außerdem weit nach vorn geschoben werden. Dazu lässt sich die geteilte Rückenlehne nach vorn klappen, um den Stauraum zu vergrößern oder auch nach oben schwenken, um ihn vor unerwünschten Einblicken zu schützen. Umgekehrt wirft ein elektrisches Glas-Schiebedach (Sky-Dome) viel Licht in den Innenraum und den Armaturenträger, der von einem riesigen Tachometer vor dem Fahrer und einem LCD-Display in der Mittelkonsole dominiert wird. Letzteres wird wie auch viele andere Funktionen - u.a. Klimaanlage, Radio - durch Fingerdruck über eine Schalterkonsole zwischen den Sitzen gesteuert.



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