Ford Mustang Dividende einer Legende

Mit dem Auto gelang Ford ein Volltreffer. Am 17. April 1964 stand das Modell Mustang erstmals bei den Händlern, und bis heute gilt die Baureihe als Ikone des sportlichen Zweitürers amerikanischer Prägung. Ford widmet sich nun der Pflege dieses Erbes und präsentiert in Detroit neue Mustang-Studien.


Schon seit 39 Jahren hält sich der Ford Mustang in den Auto-Charts, rund acht Millionen Exemplare wurden bislang gebaut. Vor allem in den sechziger Jahren galt der Wagen als DAS Auto der Baby-Boomer-Generation. Für US-Verhältnisse kompakt, sehr sportlich, sehr cool und mit 2368 Dollar auch noch ziemlich billig. Bereits am ersten Verkaufstag unterschrieben mehr als 22.000 begeisterte Kunden Kaufverträge für das Auto - ein Rekord, der noch heute gilt.

Und die Geschichte geht weiter: Bei der Motor Show in Detroit (noch bis 20. Januar) zeigt Ford das Konzeptauto Mustang GT in zwei Versionen, als Coupé und Cabriolet. Die neuen "Pony-Cars", so der Kosename der Mustang-Modelle, greifen nach diversen Versuchen der stilistischen Neuorientierung die klassischen Designlinien der ursprünglichen Fahrzeuge wieder auf.

Detroit Motor Show: Konzeptauto Mustang GT als Coupé und Cabriolet Ford Mustang GT: Auf Basis des Thunderbird Mustang-Studie: "Klassisch, cool und typisch amerikanisch"
Ford-Studie: Auf den ersten Blick als Mustang erkennbar Ford Mustang: Ab 2004 auf den Straßen Mustang GT: Gestreckte Motorhaube mit "Bügelfalte", weit nach hinten versetzte Fahrgastzelle
Geschwindigkeitsrausch: Der V8-Motor setzt Drehmoment von 390 Nm frei Mustang GT: Schlichte runde Frontscheinwerfer, breiter Kühlergrill Mustang GT: Seit 39 Jahren in den Auto-Charts

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Eine gestreckte Motorhaube mit feiner "Bügelfalte" in der Mitte, schlichte runde Frontscheinwerfer, ein breiter Kühlergrill, die weit nach hinten versetzte Fahrgastzelle und die Lufthutzen vor den hinteren Radhäusern - das Auto ist dank der korrekt zitierten Proportionen auf den ersten Blick als Mustang zu erkennen. J Mays, Design-Chef bei Ford, sieht bereits eine "glänzende Zukunft" der traditionellen Baureihe. "Die Studien setzen einen neuen Standard in der Klasse der Muscle-Cars, beide sind klassisch, cool und typisch amerikanisch zugleich."

Basis der neuen Autos ist eine modifizierte Plattform des Ford Thunderbird. Die Antriebseinheit besteht bei den - natürlich heckgetriebenen - Showcars aus einem 4,6-Liter-V8-Motor, der etwa 400 PS (296 kW) leistet und ein Drehmoment von 390 Nm freisetzt, sowie einem Sechsgang-Schaltgetriebe (Coupé) und einer Fünfgang-Automatik (Cabriolet).

Im Innenraum der Mustang-GT-Varianten setzt rotes Leder dramatische Akzente. Das Dreispeichen-Lenkrad ragt aus einem leicht nostalgisch angehauchten Cockpit mit klassischen Rundinstrumenten und einigen blanken Aluminiumblenden. Ein Schmuckstück ist der Automatik-Wählhebel im Cabriolet geworden: schlicht, schön, und eine hinreißende Kombination aus modern und old-school.

Offenbar ist die Zeit wieder reif für einen Mustang-Boom. Ford registrierte zuletzt starkes Publikumsinteresse an Autos, deren Designwurzeln mehrere Jahrzehnte zurückreichen. Nach dem Thunderbird wird daher voraussichtlich im Jahr 2004 die neue Mustang-Generation auf die Straßen rollen.



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