Klimaschutz Frankreichs Regierung fordert Abkehr vom Verbrennungsmotor

Die französische Regierung hat am Donnerstag einen Klimaschutzplan vorgestellt - und dabei ein ehrgeiziges Ziel ausgerufen: Spätestens ab 2040 sollen keine Autos mit Diesel- und Ottomotoren verkauft werden.
Auspuffrohre eines Diesel-PKW

Auspuffrohre eines Diesel-PKW

Foto: Hendrik Schmidt/ dpa

Frankreich will den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren bis 2040 stoppen. Das sagte Umweltminister Nicolas Hulot am Donnerstag bei der Vorstellung des Klimaplans der neuen Regierung. Hulot richtete sich dabei vor allem an die französischen Autohersteller.

Nach dem Austritt der USA aus dem Uno-Klimaabkommen will Paris die eigenen Klimaschutzziele verschärfen, Frankreich soll bis 2050 klimaneutral werden. Das bedeutet, dass nur so viel klimaschädliches Treibhausgas CO2 ausgestoßen wird, wie etwa durch Wälder und Speichertechniken aus der Atmosphäre geholt werden kann. Frankreichs Autohersteller, sagte Umweltminister Hulot, seien in Lage, "dieses Versprechen umzusetzen". Bislang sieht das französische Energiewendegesetz bis Mitte des Jahrhunderts eine Verringerung der Emissionen um 75 Prozent gegenüber 1990 vor.

In Deutschland setzen sich die Grünen für ein Zulassungsverbot für Neuwagen mit Benzin- und Dieselmotoren ab 2030 ein. Kritik an dieser Forderung kommt nicht nur aus der Industrie, sondern auch aus den eigenen Reihen: So sorgte kürzlich eine heimlich gedrehte Videoaufnahme für Aufregung, in der der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann über das geplante Verbot wettert.

Starke Signale für die Abkehr von Benzin- und Dieselmotoren kommen aber auch aus der Autobranche: Der schwedische Hersteller Volvo verkündete am Mittwoch, ab 2019 alle neuen Modelle zu elektrisieren - entweder mit einem Hybridsystem oder einem reinen Batteriebetrieb. Autos, die ausschließlich eine Verbrennungsmotor haben, will Volvo ab dann nicht mehr neu entwickeln.

cst/dpa/AP