G20-Gipfel ADAC warnt vor Verkehrskollaps in Hamburg

Straßensperren, Demonstrationen, spontane Konvois: Während des G20-Gipfels könnte der Verkehr in und um Hamburg zum Erliegen kommen.

Stau auf der A7 bei Hamburg
Bodo Marks/DPA

Stau auf der A7 bei Hamburg


Während des G20-Gipfels am 7. und 8. Juli droht nach Einschätzung des ADAC in und um Hamburg der völlige Verkehrskollaps. Auch die ADAC Pannenhilfe werde an den Gipfeltagen nur eingeschränkt verfügbar sein, teilte der Automobilklub mit.

Neben den Straßensperren rund um das Messegelände und die Elbphilharmonie werden spontane Absperrungen gleich mehrerer möglicher Routen für die Konvois der Gipfelteilnehmer den Verkehr in und rund um Hamburg zeitweise zum Erliegen bringen.

Als Alternativen zur Fahrt mit dem Auto empfiehlt der ADAC den öffentlichen Nahverkehr sowie die Bahn. Doch auch hier könne es zu planmäßigen Einschränkungen kommen, außerdem könne nicht ausgeschlossen werden, dass es durch Aktionen von militanten G20-Gegnern zu Ausfällen kommt. Über den aktuellsten Stand zur Verkehrslage informieren die Stadt Hamburg und die Hochbahn auf ihren Webseiten.

Derweil sorgen auch Plakate, die in der Stadt zu sehen sind, für Aufregung. Auf ihnen ist zu lesen: "Hiermit weisen wir Sie darauf hin, dass Ihnen unser gesamtes Verkehrsnetz während des G20-Gipfels kostenfrei zur Verfügung steht." Diese Information ist allerdings frei erfunden, wie der HVV mittlerweile bestätigte. "Hier werden unsere Fahrgäste in die Irre geführt. Auch während des G20-Gipfels nehmen wir unsere ganz normalen Tarife", sagte der Pressesprecher Christoph Kreienbaum.

Neben den regulären Straßensperren, spontanen Absperrungen für Konvois und Protestaktionen von G20-Gegnern werden Demonstrationen vermutlich für weitere Behinderungen im Straßenverkehr sorgen. Laut Polizeipräsident Ralf Martin Meyer könnte es zu 30 Demonstrationen kommen, aktuell steht allerdings immer noch nicht fest, wo diese stattfinden dürfen, beide Parteien befinden sich in einem Rechtsstreit.

Die Initiative "Komm in die Gänge" beklagte eine Bedrohung der "Grundrechte und des öffentlichen Raums", weil es in der Innenstadt eine 38 Quadratkilometer große Verbotszone geben soll.

bam/dpa

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