General Motors Opel-Ingenieure entwickeln Plattform für China

Der weltgrößte Automobilkonzern General Motors startet einem Pressebericht zufolge neue Offensive auf dem chinesischen Markt. Geplant sind zwei Modelle für Kompakt- und Mittelklasse - entwickelt bei Opel in Rüsselsheim.


Hamburg - "Entwickelt in Deutschland" - damit wirbt bereits der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche erfolgreich. Jetzt will auch GM das Knowhow der deutschen Ingenieure verstärkt nutzen, um besser gegen die Konkurrenz gewappnet zu sein, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Kreise. Die neuen Modelle für den chinesischen Markt sollten deshalb auf Plattformen basieren, die das GM-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim bei Frankfurt am Main herstellt. Die Modelle dürften in etwa drei Jahren an den Start gehen.

Das Auffrischen der Modellpalette dürfte GM helfen, seine Marktanteile in China auszubauen, schreibt die Zeitung weiter. Ein GM-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Allerdings habe der Konzern bereits bestätigt, die in Rüsselsheim entwickelte neue Fahrzeug-Architektur für Mittelklassewagen (Epsilon 2) auch im US-Markt nutzen zu wollen. Auf ihr basiere der neue Vectra. Daneben konstruierten die Techniker bei Frankfurt auch die Plattform für neue Kompaktwagen (Delta 2). Sie solle die technische Grundlage des neuen Astra sein.

"Die Basis für die neue Generation der Kompakt- und Mittelklassewagen, Delta 2 und Epsilon 2, werden als nächstes auch für neue Modelle in China eingesetzt", zitierte die Zeitung eine gut informierte Person. Im zweiten Halbjahr 2008 solle die Plattform für Fahrzeuge der Mittelklasse fertig entwickelt sein. "Dann dürften sie in China loslegen. Dabei könnten die Wagen unter der Marke Chevrolet laufen."

mik/dpa-AFX



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