Gigaliner EU-Verkehrsminister verbieten Grenzübertritte mit Riesen-Lkw

In Deutschland können Riesenlaster zwar weiterhin getestet werden, aber Europas Landesgrenzen dürfen sie nicht passieren. Die zuständigen EU-Minister bestätigten ein entsprechendes Verbot und durchkreuzten damit die Pläne des Verkehrskommissars.
Gigaliner im Kreisverkehr: Keine Fahrten über EU-Landesgrenzen

Gigaliner im Kreisverkehr: Keine Fahrten über EU-Landesgrenzen

Foto: Friso Gentsch/ picture alliance / dpa

Luxemburg - In Europa bleiben grenzüberschreitende Fahrten mit Riesen-Lkw verboten. Dies haben die EU-Verkehrsminister in einem gemeinsamen Beschluss am Donnerstag in Luxemburg festgelegt. Damit folgt der Ministerrat der Entscheidung des Europäischen Parlaments, das der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Freigabe von Grenzfahrten mit übergroßen Lastwagen bereits zuvor eine Absage erteilt hatte.

Verkehrskommissars Siim Kallas erhielt damit eine Abfuhr: Sein Plan war es, den umstrittenen Gigalinern freie Fahrt in allen 28 EU-Staaten zu gewähren. Als Gigaliner werden Lkw mit einer Länge von bis zu 25,25 Metern und 44 Tonnen bezeichnet. Angenommen haben die Minister dagegen den Vorschlag der Kommission, Abweichungen von bestehenden Grenzwerten zu erlauben. Unter anderem dürfen Laster, die mit alternativen Kraftstoffen betrieben werden, das derzeitige Maximalgewicht nun um eine Tonne überschreiten.

In Deutschland urteilte vor Kurzem das Bundesverfassungsgericht über die Riesenlaster. Die rot-grünen Länderregierungen aus Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein und die Bundestagsfraktion von SPD und Grünen wollten verhindern, dass die sogenannten Gigaliner auch ohne Zustimmung der betroffenen Länder Strecken probeweise befahren dürfen. Das Gericht wies ihre Klage zurück: Riesen-LKW dürfen in Deutschland weiterhin in einem Feldversuch erprobt werden.

cst
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