Forderung von Grünen-Chefin Behörden sollen Fuhrpark für Carsharing öffnen

Grünen-Chefin Simone Peter fordert, dass Behörden ihre Fahrzeuge für Carsharing zur Verfügung stellen. Damit will sie den Verkehr auf der Straße reduzieren. Minister und Staatssekretäre sollen ihre Autos jedoch nicht teilen müssen.
Carsharing: Grünen-Chefin will Behörden-Fahrzeuge zur Verfügung stellen

Carsharing: Grünen-Chefin will Behörden-Fahrzeuge zur Verfügung stellen

Foto: Fredrik von Erichsen/ picture-alliance/ dpa

Hamburg - Die Grünen-Chefin Simone Peter hat ein Carsharing-Modell für Behörden-Fahrzeuge gefordert. Öffentliche, aber auch private Fuhrparks sollten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, sagte Peter der Zeitung "Die Welt". 

Fahrzeuge, die an Wochenenden oder abends nicht genutzt würden, könnten in ein Carsharing-Konzept eingebunden werden. Ein regionales Fuhrparkmanagement könnte die An- und Abmeldung der Fahrzeuge übernehmen, so Peter.

Ihr Plan: "Die Fahrzeuge werden alle von einer Internet-Plattform erfasst und mit einem einheitlichen Zugangsmedium geöffnet", das gleichzeitig zur Nutzung des gesamten Öffentlichen Nahverkehrs berechtige. Dies könne beispielsweise ein Smartphone sein.

Beispiel Bundeswehr

Die Grünen-Chefin hofft, durch das Carsharing-Modell weniger Autos und mehr Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen. Die Limousinen von Ministern und Staatssekretären sollten ihrer Ansicht nach jedoch nicht zu den öffentlich zugänglichen Fahrzeugen gehören.

Ähnliche Modelle werden bereits umgesetzt: So bietet die Bundeswehr Teile ihres Fahrzeuge unter BwCarsharing  an. Auch an der Universität Hildesheim wird seit Dezember 2013 die Alltagstauglichkeit von innerbetrieblichem Carsharing mit Elektroautos erprobt . Dabei können Universitätsmitarbeiter nach Feierabend die Autos privat nutzen, tagsüber stehen sie der Universität zur Verfügung.

smh/AFP
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