Haftpflicht Ostdeutsche Autofahrer zahlen weniger als bisher

In der aktuell erhobenen Regionalstatistik, die Einfluss auf die Beiträge zur Autohaftpflichtversicherung hat, gibt es kaum Veränderungen. Über die Hälfte der ostdeutschen Zulassungsbezirke jedoch wurden in der Haftpflicht günstiger als im Vorjahr eingestuft.


Berlin - Viele ostdeutsche Autofahrer werden künftig bei der Haftpflichtversicherung besser gestellt. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin werden von insgesamt 112 ostdeutschen Landkreisen 61 in Zukunft günstiger eingestuft. Nur acht Landkreise hätten sich in der aktuellen Regionalstatistik verschlechtert.

Bezogen auf das gesamte Bundesgebiet ergeben sich den Angaben zufolge bei der Haftpflichtversicherung für mehr als 50 Prozent der Autofahrer keine Veränderungen. Auch in der Voll- und Teilkasko ändere sich für drei Viertel der Versicherten nichts. Die deutlichsten Änderungen ergeben sich laut GDV für den Zulassungsbezirk Bitterfeld mit einer Verringerung der Haftpflichtprämie um drei Klassen sowie die Bezirke Straubing und Zweibrücken, wo sich die Vollkaskoprämie um drei Klassen verringert. Bei der Teilkasko verbessern sich Dresden und Lahnstein mit zwei Klassen am deutlichsten.

Laut aktueller Regionalstatistik ist der Kreis Elbe-Elster in Brandenburg derzeit der günstigste Zulassungsbezirk bei der Autohaftpflicht. Hier liegt die Prämie rund 20 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. In der Vollkaskoversicherung fährt man im Kreis Wesermarsch in Brake am günstigsten, wo die Prämie rund 21 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Bei der Teilkasko ist Würzburg günstigster Bezirk - hier ist die Prämie rund 50 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

Kraftfahrzeuge werden sowohl bei der Haftpflicht- als auch bei der Vollkasko- und Teilkasko-Versicherung in unterschiedliche Regionalklassen eingestuft. Die Beiträge richten sich nach dem Schadenaufwand des Bezirks, in dem das Fahrzeug zugelassen ist. Es gibt bundesweit 445 Zulassungsbezirke, das heißt amtliche Kennzeichen. Die Zuordnung der Bezirke zu Regionalklassen, die Regionalstatistik, wird jährlich aktualisiert und dem Schadenverlauf angepasst. Je niedriger der Schadenaufwand, desto günstiger die Regionalklasse.

Die neue Regionalstatistik gilt für Neuverträge ab dem 1. Oktober 2002, für bestehende Verträge zur Hauptfälligkeit - in der Regel ab dem 1. Januar 2003.



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