Hannover Explosion von E-Bike-Akku löst Brand aus

Die Explosion eines Elektrofahrrad-Akkus hat in Hannover einen Parkhausbrand ausgelöst, es entstand ein Schaden in Höhe einer halben Million Euro. Nicht der erste Fall dieser Art.
Brennendes Parkhaus in der Innenstadt von Hannover

Brennendes Parkhaus in der Innenstadt von Hannover

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa

Das Feuer brach am Dienstag laut Polizeiangaben in einem E-Bike-Geschäft im Erdgeschoss des Parkhauses aus. Verletzt wurde niemand, die Feuerwehr musste über eine Drehleiter jedoch einen akut gefährdeten Autofahrer von einem der vollkommen verrauchten Parkdecks retten.

Rettungstrupps suchten die vier Parkdecks letztendlich ergebnislos nach weiteren gefährdeten Menschen ab. Dichte Rauschschwaden zogen durch die Innenstadt, und die Polizei musste Schaulustige zurückdrängen. Eine große schwarze Rauchsäule stieg nach Ausbruch des Feuers über dem Parkhaus im Zentrum Hannovers auf, die automatische Rauchmeldeanlage sowie mehrere Anrufer alarmierten die Einsatzkräfte.

Lauter Knall im Fahrradladen

Wie die Inhaber des E-Bike-Ladens der Polizei sagten, habe es plötzlich einen lauten Knall gegeben, und an mehreren Stelle sei gleichzeitig Feuer im Laden ausgebrochen. Rasend schnell hätten die Flammen sich ausgebreitet. Schließlich hatte die Feuerwehr den Brand nach gut einer Stunde unter Kontrolle.

Schon öfter sorgten in Brand geratene E-Bikes für Unglücke:

  • Im August fing der Akku eines Rades in Bad Bevensen (Niedersachsen) Feuer.
  • 2013 starb im selben Ort ein Hotelgast, weil ein überhitzter E-Bike-Akku das Gebäude in Brand gesetzt hatte.
  • In Weil am Rhein (Baden-Württemberg) setzte im vergangenen April ein defekter Akku ein Mehrfamilienhaus in Brand. Nach Angaben des Bewohners hatte der Hersteller den Vorgänger des Akkus bereits austauschen lassen, weil er sich selbst entzünden könnte.

In Hannover schätzt die Polizei den Schaden durch die Zerstörung des Fahrradladens sowie durch Flammen und Hitze am Gebäude vorläufig auf 500.000 Euro. Die Parkdecks wurden zwischenzeitlich von der Feuerwehr wieder zur Benutzung freigegeben.

cst/dpa

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