Helmpflicht abgeschafft Todeszahl bei US-Motorradfahrern steigt um mehr als 30 Prozent

Gefährlich und teuer: In einigen US-Bundesstaaten dürfen Motorradfahrer ohne Helm fahren. Seit der Abschaffung der generellen Helmpflicht ist die Zahl der tödlichen Unfälle drastisch gestiegen. Das belastet das Gesundheitswesen.


Seit der Abschaffung der generellen Helmpflicht für Motorradfahrer im US-Bundesstaat Pennsylvania ist die Zahl der Unfalltoten drastisch gestiegen. Die Zahl der durch Kopfverletzungen gestorbenen Motorradfahrer habe sich um 32 Prozent erhöht.

Das ist das Ergebnis einer Studie der University of Pittsburgh. Noch deutlicher ist der Anstieg der Kradfahrer, die mit Verletzungen des Kopfes im Krankenhaus behandelt werden mussten - die Universität registrierte einen Zuwachs von 42 Prozent.

Pennsylvania hatte die generelle Helmpflicht 2003 abgeschafft. Ein Motorradfahrer muss nur dann einen Helm tragen, wenn er unter 21 Jahre alt ist. Wer weniger als zwei Jahre mit seinem Motorrad unterwegs ist wird nur dann von der Helmpflicht befreit, wenn er einen Sicherheitskurs absolviert hat.

"Das Ergebnis unserer Untersuchung bekräftigt die Argumente für umfangreiche Gesetze für eine Helmpflicht." So können Motorradfahrer besser geschützt und die Kosten für das Gesundheitswesen gesenkt werden, sagte Hank Weiss, Mitautor der Studie. In den USA gilt nur noch in 20 von 50 Bundesstaaten eine generelle Helmpflicht für alle Motorradfahrer.

rom/dpa



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