Herrenschuhe von Porsche Hightech-Sohle zum Zwischengas geben

Wer nur hartnäckig genug tüftelt, kann aus praktisch jedem Produkt ein Hightech-Teil machen. Die Firma Porsche Design aus Zell am See hat sich nun den Herrenschuh vorgenommen. Die neue Treter-Modellfamilie erscheint im Frühjahr 2010 mit ungeahnten und skurrilen Details.

Schuhe von Porsche: Vier verschiedene Leistenformen bietet Porsche Design ab dem kommenden Frühjahr an - und sämtliche Schuhe sind mit offengelegter Gelenkfeder ausgestattet sowie mit speziellem Sohlenprofil für Gas- und Kupplungsfuß

Schuhe von Porsche: Vier verschiedene Leistenformen bietet Porsche Design ab dem kommenden Frühjahr an - und sämtliche Schuhe sind mit offengelegter Gelenkfeder ausgestattet sowie mit speziellem Sohlenprofil für Gas- und Kupplungsfuß


Zwischen Schuhen und Autos scheint es eine spezielle Verbindung zu geben. Die Schuhkollektion von Ferrari beispielsweise umfasst derzeit 27 Modelle, die allesamt in Kooperation mit der Sportartikelfirma Puma hergestellt werden. Auch BMW bot Puma-Schuhe im Design des hauseigenen Formel-1-Rennstalls an. Und der ehemalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, ebenfalls ein Freund exquisiten Schuhwerks, ist unter anderem an der Schuhmanufaktur Heinrich Dinckelacker in Bietigheim-Bissingen beteiligt.

Jetzt legt auch Porsche los und stellt für die Fans der Marke eine neue Herrenschuhkollektion vor, die von der Müller & Meirer Lederwarenfabrik hergestellt wird. Vier Typen (Obermaterial Kalbsleder) mit den Namen "Milano", "Tokyo", "New York" und "Berlin" und zu Preisen von 289 bis 349 Euro sind erhältlich. Alle zeichnen sich, so ist einer Mitteilung des Hauses Porsche zu entnehmen, durch eine einheitliche Fersenansicht sowie ein neuartiges Sohlenkonzept aus.

Die Schuhsohlen sind nämlich speziell auf sportliches Autofahren abgestimmt. Will heißen: Es gibt für links und rechts unterschiedliche Profile. Die rechte Außensohle ist mit Längsrillen versehen - für einen "schnelleren Wechsel zwischen Gas- und Bremspedal", wie Porsche schreibt. Die linke Sohle unter dem Kupplungsfuß "ist hingegen nur mit einer Antirutsch-Struktur ausgestattet", die "optimalen Grip" bieten soll. Das lässt allerdings einen leicht unrunden Schritt beim Spaziergang vermuten.

Und noch eine Neuheit gibt es an der Sohle, nämlich "die offengelegte Gelenkfeder". Statt wie bisher eine Stahlfeder zwischen Ferse und Vorderfuß einzusetzen, ist in die Porsche-Modelle ein keilförmiges Aluminiumelement sichtbar in die Sohle integriert. Schließlich sollen Passanten auch erkennen, dass es sich um ein ganz abgefahrenes Modell handelt. Nach Ansicht des Herstellers werde damit auch die seitliche Stabilität verbessert und die natürliche Abrollbewegung unterstützt, heißt es in der Mitteilung, die fast so klingt, als preise der Sportwagenhersteller ein neues Motorenbauteil an. Die gute Nachricht für Fans der Zuffenhausener Marke: Sie können das Auto ab sofort parken - und trotzdem weiter in einem Porsche unterwegs sein.

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