Hitzewelle Niederländische Kommunen kühlen Straßen mit Salz

Die Hitze macht auch Straßen zu schaffen: Einige Kommunen in den Niederlanden wollen Schäden vermeiden, indem sie Salzlake auf den Fahrbahnen verteilen.
Kühleinsatz in der niederländischen Gemeinde Noordenveld

Kühleinsatz in der niederländischen Gemeinde Noordenveld

Foto: Gemeente Noordenveld

In den Niederlanden schützen Kommunen ihre Straßen mit Salz vor Hitzeschäden. Dazu bringen Gemeindefahrzeuge Salzwasser auf den Fahrbahnen aus.

Salz bei Tropenhitze zu verteilen sei kein Witz, sagt eine Sprecherin der Kommune Utrechtse Heuvelrug im Osten des Landes am Dienstag. "Das tun wir auf einigen Straßen, um Asphalt zu kühlen."

Fotostrecke

Hitze in Deutschland: Selbst die Tiger suchen Abkühlung

Foto: DPA/ Stefan Sauer

Steigende Temperaturen setzten vielerorts der Verkehrsinfrastruktur zu. Der Flughafen Hannover ließ zuletzt Start- und Landebahnen wässern . Dadurch soll verhindert werden, dass die Oberflächen Risse bekommen. In Sachsen-Anhalt verhängten die Behörden Tempolimits auf Autobahnen, um die Auswirkungen möglicher Hitzeschäden zu verkleinern.

Die Kommunen in den Niederlanden erklären ihr Vorgehen so: Das Salz entziehe der Luft Feuchtigkeit, die wiederum den Asphalt kühlt. Auf diese Weise sollen Schäden und das Kleben der Straßenoberfläche verhindert werden. Vor allem Städte und Gemeinden im Osten des Landes nahe der deutschen Grenzen setzen diese Methode ein. Bei tropischer Hitze kann der Asphalt so heiß werden, dass er aufbricht und Dellen bekommt.

Die Kommune Noordenveld im Nordosten zeigt auf Twitter "Streuwagen", die aber eher an gewöhnliche Bauhoffahrzeuge erinnern: "Wir streuen (im Sommer)!"

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Auf Autobahnen und großen Landstraßen sei die Maßnahme nicht notwendig. Der Asphalt dort hat nach Angaben der Kommunen bereits eine Struktur, durch die schneller Feuchtigkeit aufgenommen wird.

cfr/dpa