Honda Element Besser als Fernsehen

In den USA und Japan schickt Honda in diesen Wochen ein neues Vehikel auf die Straßen, das vor allem junge, flippige Trendsport-Kameradinnen und -Kameraden zu den Händlern locken soll. Der Name des Mehrzweck-Mobils: Element.


Car in progress. Der Honda Element sieht aus wie selbst zusammengebaut

Car in progress. Der Honda Element sieht aus wie selbst zusammengebaut

"Weil Fernsehen langweilig ist", heißt einer der Werbesprüche, mit denen die Japaner auf ihr jüngstes Modell aufmerksam machen. Bereits 1995 beauftragte das Unternehmen eine Gruppe sehr junger und ehrgeiziger Designer und Techniker, mit der Arbeit an einem Trendauto für junge Kunden. Anregungen und Ideen für das Projekt holten sich die Nachwuchs-Entwickler bei den X-Games in San Francisco, bei Strandpartys, Surfwettbewerben und auf Campingplätzen. Das Resultat steht nun als "Element" auf den Rädern.

Ein Fahrzeug, das ein wenig aussieht wie selbst zusammengebaut. Grobe Plastikplanken lassen die Karosserie kantig und robust erscheinen. Die Zweifarbigkeit erweckt den Eindruck, als sei der Wagen noch nicht ganz fertig - car in progress sozusagen. Viele clevere Ideen stecken allerdings in den Details. Die Türen zum Beispiel öffnen sich wie Saloon-Klappen und geben auf jeder Seite eine große Öffnung frei, weil die Honda-Ingenieure auf die B-Säulen verzichteten. Die Sitze lassen sich komplett umlegen, so dass im Auto eine Liegefläche entsteht. Zudem können die hinteren Plätze an der Seite hochgeklappt werden, um Platz zu schaffen für Ladegut.

Trendauto für junge Leute: Mit Zeltanbau wird der Honda Element zum neuen Heim

Trendauto für junge Leute: Mit Zeltanbau wird der Honda Element zum neuen Heim

Gedacht hat das Entwicklungsteam dabei vor allem an Surfbretter, Snowboards, Mountainbikes oder die Zutaten für eine ordentliche Tail-Gate-Party: also Grill, Würstchen und große Mengen Getränke. Sollte dabei die Fahruntüchtigkeit eintreten, gibt es als Zubehör eine Art Zelt, die am Heck des Element befestigt werden kann, wodurch ein vorübergehendes Zuhause entsteht.

Technisch basiert das Modell Element auf dem leichten Honda-Geländewagen CR-V. Das 4,30 Meter lange Gefährt wird von einem 2,4-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor mit 160 PS (118 kW) angetrieben. Fünfgang-Schaltgetriebe und Viergang-Automatik sowie Front- oder Allradantrieb stehen zur Wahl. Zunächst soll der Wagen ausschließlich in Japan und in den USA (dort ab 16.100 Euro) verkauft werden. Ob der Element auch in Europa angeboten wird, ist noch unklar. Ein frisches, peppiges Fahrzeug, vielleicht mit einem etwas geschmeidigeren Design, stünde der Marke auch hier zu Lande nicht schlecht.



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