Explosive Batterien US-Behörde ruft halbe Million Hoverboards zurück

Klein und wendig, aber brandgefährlich: Die Verbraucherschutzbehörde in den USA ruft eine halbe Million Hoverboards zurück. Bei den batteriebetriebenen Geräten besteht Explosionsgefahr.

Hoverboard-Fahrer in New York
AFP

Hoverboard-Fahrer in New York


Die US-Verbraucherschutzbehörde hat mehr als eine halbe Million Hoverboards zurückgerufen. Bei den Geräten - einer Art elektrisch betriebenem Skateboard mit zwei Rädern -, bestehe Brand- und Explosionsgefahr, teilte die Behörde mit.

Die Lithium-Ionen-Batterien könnten überhitzen und anfangen zu brennen oder sogar explodieren. Insgesamt seien 99 Zwischenfälle gemeldet worden. Mit den Freizeitgeräten kann man bis zu 20 Stundenkilometer schnell fahren.

Wer ein Hoverboard besitze, solle "ab sofort" nicht mehr damit fahren, sondern sich an den Hersteller wenden, um - je nach Modell - das Gefährt gegen Erstattung des Kaufpreises zurückzugeben, es kostenlos reparieren zu lassen oder gegen ein neues einzutauschen.

Betroffen sind der Behörde zufolge Hoverboards von zehn Herstellern, die zwischen Juni 2015 und Mai 2016 für bis zu 900 Dollar verkauft wurden. Mehr als die Hälfte der zurückgerufenen Geräte seien von der Marke Swagway.

Hoverboards waren im vergangenen Jahr ein beliebtes Weihnachtsgeschenk - galten aber schon damals als brandgefährlich: In Großbritannien hatten die Behörden bereits im Dezember vor explodierenden Boards gewarnt.

sun/AFP



insgesamt 6 Beiträge
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Reza Rosenbaum 06.07.2016
1. Gut, dass TTIP tot ist...
...sonst muessten auch in Deutschland die Hersteller die Teile zurueckrufen. Aber so bleibt alles wie es ist - selbst wenn ihnen das brandgefaehrliche Teil die Huette abfackelt, koennen deutsche Verbraucher niemanden dafuer belangen. So funktioniert das tolle "Vorsorgeprinzip" in Deutschland. Sobald das CE Siegel auf dem Swagway prangt, ist der Hersteller aus dem Schneider. Einen Rueckruf wird es wohl auch kaum geben - dazu sind deutsche Behoerden viel zu langsam. Darauf ein Happen Gammelfleisch! :-)
wanderer777 06.07.2016
2. Korrupter TÜV?
Gibt es bei denen etwa keinen TÜV? Oder ist er dort genauso korrupt wie hierzulande und vergibt Siegel wohlwollend gegen bares?
Circular 07.07.2016
3. CETA ist durch und damit auch TTIP
Zitat von Reza Rosenbaum...sonst muessten auch in Deutschland die Hersteller die Teile zurueckrufen. Aber so bleibt alles wie es ist - selbst wenn ihnen das brandgefaehrliche Teil die Huette abfackelt, koennen deutsche Verbraucher niemanden dafuer belangen. So funktioniert das tolle "Vorsorgeprinzip" in Deutschland. Sobald das CE Siegel auf dem Swagway prangt, ist der Hersteller aus dem Schneider. Einen Rueckruf wird es wohl auch kaum geben - dazu sind deutsche Behoerden viel zu langsam. Darauf ein Happen Gammelfleisch! :-)
Schadensersatzklagen wie in den USA wird es aber in Europa nicht geben. Das Märchen vom CE-Siegel ist da nicht hilfreich, denn CE ist kein Siegel, sondern eine Kennzeichnung, mit der der Hersteller erklärt, dass er alle Vorschriften kenn und einhält.
manicmecanic 07.07.2016
4. @Reza Rosenbaum überall Ihre nervige TTIP-CETA Propaganda
Und bei diesem Produkt in der BRD total daneben da hier mit sowas NIRGENDS in öffentlichem Raum gefahren werden darf.PS.Ich hätte nichts gegen mehr Freihandel aber davon kann zu TTIP-CETA Bedingungen wohl kaum die Rede sein.
wombie 07.07.2016
5.
Zitat von Reza Rosenbaum...sonst muessten auch in Deutschland die Hersteller die Teile zurueckrufen. Aber so bleibt alles wie es ist - selbst wenn ihnen das brandgefaehrliche Teil die Huette abfackelt, koennen deutsche Verbraucher niemanden dafuer belangen. So funktioniert das tolle "Vorsorgeprinzip" in Deutschland. Sobald das CE Siegel auf dem Swagway prangt, ist der Hersteller aus dem Schneider. Einen Rueckruf wird es wohl auch kaum geben - dazu sind deutsche Behoerden viel zu langsam. Darauf ein Happen Gammelfleisch! :-)
Nach derzeitigem Stand soll TTIP das schlechteste aus Beiden Welten vereinigen. Das amerikanische (Nachsorge) Schadenersatzprinzip mit den niedrigen europäischen (Klecker) Klagebeträgen. Vorsorge mit hohen Schadenersatzmöglichkeiten wäre das Optimum für den Verbraucher. Zudem lassen sich mit dem Hebel Marktbehinderung über die Schiedsgerichte die jeweils niedrigeren Schutznormen einklagen. Obwohl insgesamt nichts genaues an die Öffentlichkeit dringen darf. Die Verhandlungsdokumente dürfen von den Parlamentariern nur gegen Antrag über eine genehmigte Zeitlänge in einem verschlossenen Raum eingesehen werden. Kopien und Fotos sind untersagt ebenso das Reden über den Inhalt, nachdem man Einsicht genommen hat.
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