Strategiepapier IG Metall fordert rasche Abkehr von Benzin- und Dieselautos

Die IG Metall fürchtet, dass deutsche Autokonzerne die Elektromobilität verschlafen. Die Gewerkschaft macht nach SPIEGEL-Informationen nun Druck auf die Industrie - und unterstützt sogar Fahrverbote.
Elektroauto BMW i3

Elektroauto BMW i3

Foto: Jan Woitas/ dpa

Die Gewerkschaften drängen die deutsche Automobilindustrie, sich schneller auf den drohenden Abschied vom herkömmlichen Verbrennungsmotor einzustellen. Wie der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, fordert die IG Metall die deutschen Konzerne in einem Strategiepapier auf, "sich nicht in eine Rolle des ,Bremsers und Blockierers' gegen strenge Grenzwerte" drängen zu lassen. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

"Wir haben zwar noch Wachstum, aber langfristig gesehen in einer End-of-Pipe-Technologie", kritisiert IG-Metall-Planungschef Frank Iwer. Allen voran China als potenziell größter Markt könne "den Durchbruch elektromobiler Technologien und damit eine Mobilitätswende forcieren".

"Es geht um eine Verkehrswende"

Ab 2018, so die Empfehlung der Gewerkschaftsstrategen, sollten die Hersteller in allen Fahrzeugsegmenten zumindest ein Modell mit Elektro- oder anderem alternativen Antrieb anbieten. Übergangsweise raten sie zur Einführung der sogenannten Blauen Plakette, die nur noch Fahrzeugen mit der neuesten Dieseltechnologie (Euro-6-Norm) Einfahrt in die Innenstädte gewährt.

Iwer: "Technische Raffinessen, um die Emissionen zu senken, helfen uns nicht mehr weiter. Es geht um einen Systemwechsel bei Vollgas. Es geht um eine Verkehrswende - da werden wir nicht drum herumkommen."

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