Interview via Twitter Zwitschern mit dem Opel-Chef

Ein Mann, ein Tweet: Opel-Chef Karl-Thomas Neumann stellt sich jetzt auf Twitter den Fragen von SPIEGEL ONLINE. Wer möchte, kann mit ins Geschehen eingreifen.
Opel-Chef Karl-Thomas Neumann: Live-Interview mit 140 Zeichen

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann: Live-Interview mit 140 Zeichen

Foto: GM/Getty Images

Es kommt selten vor, dass ein Vorstandsvorsitzender eines großen Unternehmens von sich aus ein Interview anbietet. Entsprechend skeptisch war die Reaktion bei SPIEGEL ONLINE, als Opel-Chef Karl-Thomas Neumann zu einem Gespräch lud - und dazu noch via Twitter. Ein aufgeschwatztes Interview auf dem Kurznachrichtendienst, das klingt erst mal wie die crazy Idee einer PR-Agentur, die beweisen will, dass Opel total hip ist.

Doch bei genauerer Betrachtung entfaltete der Vorschlag einen gewissen Reiz: Reguläre Interviews mit den Größen der Auto-Branche werden in deren PR-Maschine meist so lange nachbearbeitet, bis nur noch fader Sprachbrei übrig bleibt. Das dürfte beim Live-"Twitterview" schwer werden, das Format eignet sich nicht dazu, Inhalte in große Worthülsen zu verpacken. Opel-Chef Neumann muss spontan und schnell antworten, also stimmten wir dem Vorschlag zu. Unter einer Bedingung: dass der Chef auch selber twittert, wird er laut Absprache mit einem Foto beweisen.

Gesprächsbedarf gibt es bei Opel reichlich: Wie will Neumann den angeschlagenen Autobauer wieder in die schwarzen Zahlen führen? Wieso kommt die vielbeachtete Studie Monza nicht? Wie geht es weiter mit dem Kooperationspartner Peugeot? Reichlich Stoff für ein Twitterview - und viel zu tun für den Hobby-Marathonläufer Neumann. Der steht bei Opel noch am Anfang. Der studierte Elektroingenieur begann im März 2013 beim Traditionshersteller in Rüsselsheim. Zuvor war er beim Opel-Konkurrenten Volkswagen für das China-Geschäft zuständig. Ein gewagter Sprung: Denn während es für VW in China bombig läuft, ist Opel eine Baustelle.

Zu all diesen Dingen werden wir Karl-Thomas Neumann befragen. Twitter bietet zudem eine Möglichkeit, die es bei normalen Interviews nicht gibt: nämlich Sie, liebe SPIEGEL-ONLINE-Leser, an der Diskussion zu beteiligen. Über den Hashtag #twopel können Sie Fragen an Karl-Thomas Neumann stellen. Ab 17 Uhr geht es auf Twitter  und der Homepage von SPIEGEL ONLINE los.

mhu
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