SPIEGEL ONLINE

SPIEGEL ONLINE

05. April 2012, 09:51 Uhr

Jaguar F-Type

Die Katze aus dem Sack

Von

Das wird auch langsam Zeit: Seit Jahren warten die Jaguar-Fans auf einen kleinen und leichten Sportwagen im Geist des E-Type. Jetzt geht der Wunsch in Erfüllung. Im Rahmen der New York Auto Show verkündete Jaguar jetzt den Bau eines kleinen und günstigen Roadsters. Marktstart: 2013.

Teuer, luxuriös und vor allem groß - so lässt sich das gegenwärtige Angebot von Jaguar beschreiben. Demnächst jedoch soll ein neuer, leichter und sehr sportlicher Roadster die Modellpalette ergänzen. F-Type wird das Auto heißen, wie es aussehen wird, lässt sich an der Designstudie C-X16 ablesen, die Jaguar im vergangenen Herbst auf der IAA in Frankfurt enthüllte. "Wir zeigen das fertige Auto noch in diesem Jahr und starten im Sommer 2013 mit dem Verkauf", sagte Jaguar-Markenchef Adrian Hallmark, als er jetzt den Start der neuen Baureihe verkündete - und als Beweis verteilte er Fotos von getarnten Prototypen

Zuerst wird es den Wagen als zweisitzigen Roadster geben, später soll dann die Coupé-Variante folgen. Als erstes und einziges Auto im Segment der kleineren Sportwagen bekomme der F-Type eine Bodengruppe und eine Karosserie, die komplett aus Aluminium gefertigt wird, sagt Hallmark. Daher werde der Roadster deutlich leichter sein als seine Konkurrenten. Das senkt den Verbrauch, steigert die Präzision in schnellen Kurven und sorgt für attraktive Fahrdaten.

Welcher Motor im F-Type stecken wird, sagt Jaguar noch nicht. Der bekannte V8 wird wohl dem Modell XK vorbehalten bleiben, der Hybridantrieb aus der IAA-Studie ist wohl noch nicht serienreif - und so gilt ein aufgeladener Sechszylinder als erste Wahl. Von 0 auf 100 km/h in fünf Sekunden und ein Spitzentempo von 300 km/h sind die Fahrleistungen, die Jaguar anstrebt. Hallmark: "Mit mindestens einer Version des Serienmodells werden wir diese Werte sogar noch toppen."

Technisch ist der F-Type teilweise ein Ableger des XK, von einem luxuriösen Gran Turismo allerdings werde das neue Modell nichts haben. "Das Auto hat zwei Sitze weniger und ist ein gutes Stück kürzer. Und vor allem viel sportlicher", sagt Hallmark. Messen solle sich die künftige Jaguar-Sportskanone mit Typen wie Mercedes SLK, Porsche Boxster oder BMW Z4. Um in diesem Segment eine Chance zu haben, dürfte zumindest das Basismodell nicht viel mehr als 50.000 Euro kosten; doch zum Preis macht der Hersteller momentan noch nicht einmal eine Andeutung.

Dass Jaguar dringend einen kleinen Sportwagen brauche, war laut Hallmark unbestritten. Schwieriger war die Namensgebung. Neben XJ, XF und XK sollte es nämlich nicht noch eine X-Reihe geben. "Darum haben wir tausende andere Möglichkeiten untersucht, dem Wagen die Namen von Bergpässen, Wüsten oder Göttern gegeben und sind am Ende doch zu den Buchstaben zurück gekommen." Weil die Modelle C-Type, D-Type und natürlich E-Type die Marke Jaguar groß und bekannt gemacht haben, buchstabierte das Management einfach weiter. Hallmark: "Der F-Type soll an diese Tradition anknüpfen."

URL:

Verwandte Artikel:

Mehr im Internet


© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung