Zum Inhalt springen

Geschasster Moderator BBC zeigt doch noch "Top Gear"-Folgen mit Clarkson

Kleiner Trost für Fans von Jeremy Clarkson: Der gefeuerte Moderator wird noch dreimal in der Autosendung "Top Gear" auf BBC zu sehen sein. Unterdessen versucht der 55-Jährige den Ausraster zu erklären, der ihn seinen Job gekostet hat.
Jeremy Clarkson: "Extreme Stresssituation"

Jeremy Clarkson: "Extreme Stresssituation"

Foto: Koen Van Weel/ dpa

Der bislang größte Skandal um Jeremy Clarkson brach Anfang März los: Der Moderator der Autosendung Top Gear hat auf einen Produzenten der Show eingeprügelt - weil er ihm nach einem Dreh keine heiße Mahlzeit servierte. Clarksons Arbeitgeber, die BBC, suspendierte den 55-Jährigen daraufhin und verwehrte ihm anschließend eine Vertragsverlängerung. Drei neue Folgen von "Top Gear" waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht gezeigt worden, sie verschwanden vom Sendeplan - auf "unbestimmte Zeit", hieß er bei der BBC.

Jetzt steht fest: Die letzten Ausgaben der Sendung, die weltweit mehr als 350 Millionen Zuschauer hatte, verschwinden nicht im Giftschrank. Jeremy Clarkson wird ein kurzes Comeback auf BBC erleben. Kim Shillinglaw, eine Managerin der Rundfunkanstalt, sagte am Dienstag: "Keinesfalls würde ich wollen, dass das vorliegende Material nicht vom Zuschauer gesehen wird." Die letzten Folgen sollen voraussichtlich im Sommer gezeigt werden.

Falsche Krebs-Diagnose

Wer die Show in Zukunft übernehmen wird, ist allerdings immer noch unklar. Auch das Schicksal von Jeremy Clarkson nach seiner Zeit bei der BBC steht noch nicht fest. Zuletzt hatte er mit ein paar kryptischen Sätzen angedeutet, eine Autosendung auf einem anderen Kanal zu moderieren.

Klare Worte fand er nun aber zu den angeblichen Hintergründen seines Ausrasters gegen den "Top Gear"-Produzenten. Clarkson begründete den Vorfall in einer Zeitungskolumne mit einer extremen Stresssituation: Nachdem er schon unter seiner Scheidung und dem Tod seiner Mutter gelitten habe, habe ihm ein Arzt gesagt, dass er wahrscheinlich an Krebs erkrankt sei. Später habe sich jedoch herausgestellt, dass dies nicht der Fall war.

cst/dpa