Kein Plagiat Erster chinesischer MG läuft vom Band

Die chinesische Firma Nanjing hat die ersten MG-Sportwagen fertiggestellt. Jetzt sollen jährlich 200.000 Autos produziert werden – auch für den internationalen Markt. Bei der Präsentation der zwei neuen Modelle ging es ziemlich britisch zu.


Nanjing - In nur sechs Monaten entstand in China eine gewaltige Fertigungsstätte für die neuen MG-Sportwagen. Nanjing, der älteste chinesische Autohersteller, hatte im Jahr 2005 das insolvente britische Unternehmen Rover übernommen und damit auch die Markenrechte für MG sowie Teile der Fabrik erhalten.

Die historische Marke MG, die vor allem in den sechziger Jahren eine Blüte als Hersteller erschwinglicher Sportwagen erlebte, hatte zuletzt 1998 ein neues Modell herausgebracht. Jetzt will der chinesische Hersteller jährlich 200.000 Autos der Modelle MG7 und MG-TF produzieren.

Auch wenn der Autobau zur neuen Paradedisziplin in der chinesischen Wirtschaft werden soll: Bei der heutigen Präsentation standen vor allem die britischen Wurzeln der Marke im Vordergrund. Zur Musik vom Birmingham Symphony Orchestra wurden auf einer Videoleinwand Bilder von Buckingham-Palast und Tower-Bridge gezeigt, während die Autos vorfuhren.

Starke Veränderungen zu Vorgängermodellen waren laut einem BBC-Bericht nicht festzustellen – weiterhin ist auch der Union Jack fester Bestandteil der Optik. Trotz der starken Nachfrage der chinesischen Oberschicht nach Luxusautos sollen die neuen MGs auch international Abnehmer finden. In China werden jährlich 10 Millionen Neuwagen hergestellt.

sto/AP



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