Kfz-Versicherung 2018 Warum Sie sich für die Typklasse Ihres Autos interessieren sollten

Von ihr hängt mit ab, wie teuer die Kfz-Versicherung wird: Die sogenannte Typklasse berücksichtigt die Reparaturkosten einzelner Automodelle. Der Überblick über die neuen Einstufungen.

Audi

Bei rund einem Viertel der versicherten Autos in Deutschland ändern sich die Einstufungen in die Typklassen der Kfz-Haftpflichtversicherung. Das teilt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. Der Verband wertet nach eigenen Angaben jährlich rund 28.000 verschiedene Pkw aus.

Für die Berechnung der Typklassen werden die durch Fahrzeugschäden verursachten Reparaturkosten der letzten drei Jahre bei allen Automodellen berücksichtigt. Wurden für einen Fahrzeugtyp im Vergleich zu den Vorjahren weniger Schäden reguliert, wird dieser in eine niedrigere Klasse eingestuft - das kann sich für die Besitzer positiv auf den Versicherungstarif auswirken. Umgekehrt können aus höheren Einstufungen teurere Tarife resultieren.

Ob Ihr Modell in eine neue Typklasse eingestuft wurde, erfahren Sie unter diesem Link auf der Webseite des GDV. Sie benötigen dazu Schlüsselzahlen, die im Kfz-Schein aufgeführt sind.

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Kfz-Versicherungen: Für diese Autos gelten neue Typklassen

Laut GDV kommen nun knapp 5,7 Millionen Autos (14 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr in eine höhere, rund 5,2 Millionen rutschen in eine niedrigere Klasse (13 Prozent). Für fast drei Viertel der insgesamt rund 39,6 Millionen Autos mit Haftplicht versicherten Autos dagegen ändert sich nichts (73 Prozent). Hier bleiben die Typklassen des Vorjahres erhalten.

Bei der Teilkasko kommt ein Fünftel (20 Prozent) in eine höhere Klasse. Das sind laut GDV rund 2,5 Millionen Autos. Für rund ein Drittel wird es günstiger (33 Prozent). So kommen rund 4,2 Millionen Autos in niedrigere Klassen.

Ebenfalls von Bedeutung: die Regionalklassen

Die Typklassen sind nach GDV-Angaben zwar für die Versicherungsunternehmen unverbindlich. Dennoch bilden sie einen Anhaltspunkt für die Berechnung der Tarife. Für die bestehenden Verträge gelten die Veränderungen meist zum 1. Januar 2018. Für neue Verträge können die Klassen sofort genutzt werden.

Kürzlich hat der GVD auch die neuen Regionalklassen bekannt gegeben. Sie basieren auf den Schadenbilanzen aus insgesamt 415 Kfz-Zulassungsbezirken - und spielen ebenfalls eine Rolle für die Beitragshöhe der Kfz-Haftpflicht sowie Voll- und Teilkaskoversicherung.

Wollen Sie erfahren, wie sich die Regionalklasse in Ihrem Zulassungsbezirk entwickelt hat? Hier finden Sie eine Auflistung unterteilt nach Bundesländern:

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insgesamt 20 Beiträge
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Seite 1
hegoat 06.09.2017
1.
Die Anwendung von Typ- und Regionalklassen ist eine Verhöhnung des Solidaritätsprinzip von Versicherungen. Wenn ich zufällig ein Auto fahre, das viele Unfallfahrer fahren (ob verschuldet oder nicht), komme ich in eine schlechtere Klasse, wenn ich auch dem Land wohne, in eine bessere. Mann stelle sich den Aufschrei vor, wenn sowas in der Krankenversicherung eingeführt werden würde: Landbewohner müssen weniger zahlen, da ihre Risiko durch Feinstaubbelastung, Stresskrankheiten und Verkehrsunfälle geringer ist...
deranaluest 06.09.2017
2. Die Versicherung ist der Grund weshalb ich mir kein Auto zulege
Mal ganz ehrlich, wer nicht die Schadensklasse seiner Eltern übernehmen kann wird so hart abgezockt dass es nicht mehr feierlich ist. Allein für den Preis einer Haftpflicht für ein Brot und Butter Auto bekomm ich beim Vermieter meiner Wahl über ein langes Wochenende ein Auto das richtig Spaß macht und das mit unbegrenzten Kilometern. Schau ich mir die Versicherungsbeiträge für Spaßautos an wird mir ganz anders. Erst recht wenn natürlich noch Steuer, Abschreibung/Wertverlust, Opportunitätskosten, Reparatur und Wartung dazu kommen. Und so lange die Haftpflicht monatlich im dreistelligen Bereich bleibt werd ich mir jedenfalls keinen Blechklotz ans Bein binden.
mcpoel 06.09.2017
3. Kaffee oder Tee?
Etwas, das im Text selbst unerwähnt blieb und nur in der Graphik auftaucht: Warum fragen Versicherungen nach Wohneigentum und Berufsbezeichnung? Sie begründen das mit statistischen Werten. Solche Statistiken könnte man auch mit Kaffee-, oder Teetrinkern erstellen. Der GDV sollte diese Zusammenhänge plausibel begründen müssen!
mcpoel 06.09.2017
4. Unvollständig
Der Link zum GDV gibt wohl kaum alle Einstufungen wieder. Es finden sich z.B. kaum T3s darunter.
Blendy 06.09.2017
5. Haftpflicht
Jetzt fehlt mir nur noch eine Info: Ich fahre aus wirtschaftlichen Gründen keinen Neuwagen, habe also nur eine Haftpflicht. Was soll in diesem Zusammenhang der Text zu Typklassen? Gibt es für meinen BMW bestimmte (Unfallgegner-)Modelle, mit denen es häufig kracht? Spaß beiseite: Da die Haftpflicht die häufigste Kfz-Versicherung ist, würde ich mir einen größeren Schwerpunkt sprich eine Aufschlüsselung wünschen, wie sich dort genau die Klassen ergeben und was diese Infos für mich bzgl. Versicherungsanbieterwahl bringen. Danke!
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