Kfz-Versicherung 2018 5,5 Millionen Autofahrer dürfen auf günstigere Tarife hoffen

Wie teuer die Kfz-Versicherung ist, hängt unter anderem von den sogenannten Regionalklassen der Versicherer ab. Jetzt wurden sie aktualisiert. Freuen dürfen sich vor allem Autofahrer in Nord- und Ostdeutschland.

GDV

Wer wissen möchte, welche Autofahrer besonders häufig Unfälle verursachen oder Opfer eines Diebstahls werden, muss einen Blick in die Kfz-Regionalklassen werfen: Die Statistiken werden jedes Jahr vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zusammengestellt. Sie basieren auf den Schadenbilanzen aus insgesamt 413 Kfz-Zulassungsbezirken - und spielen eine Rolle für die Beitragshöhe der Kfz-Haftpflicht sowie Voll- und Teilkaskoversicherung.

Entscheidend ist dabei, wo der Fahrzeughalter sein Auto zugelassen hat und nicht etwa, wo ein Unfall passiert oder ein Schaden entstanden ist. Die dabei erfassten Schäden bilden die Grundlage für einen Indexwert - bei der Haftpflicht gibt es zwölf, bei der Vollkasko neun und bei der Teilkasko 16 verschiedene Klassen.

Insgesamt gilt: Knapp 5,5 Millionen Autofahrer profitieren künftig von einer besseren Regionalklasse in der Kfz-Haftpflichtversicherung. Rund 3,6 Millionen Fahrer werden hingegen hochgestuft, wie der GDV mitteilte. Für die große Mehrheit der Versicherungsnehmer - 31 Millionen - ändert sich nichts, für sie bleiben die Regionalklassen des Vorjahres erhalten.

Wollen Sie erfahren, wie sich die Regionalklasse in Ihrem Zulassungsbezirk entwickelt hat? Hier finden Sie eine Auflistung unterteilt nach Bundesländern:

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Kfz-Versicherung 2018: Die neuen Regionalklassen im Überblick

In dieser Übersicht des GDV können Sie die neue Regionalklasse in Ihrem Zulassungsbezirk erfahren.

Die Statistik ist nach GDV-Angaben zwar für die Versicherungsunternehmen unverbindlich. Dennoch bildet sie einen Anhaltspunkt für die Berechnung neuer Tarife. Für die bestehenden Verträge bedeutet das Veränderungen meist zum 1. Januar 2018.

Besonders gute Schadenbilanzen ergaben sich laut GDV wie in den Vorjahren für Autofahrer in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Die bundesweit beste Schadenbilanz in der Kfz-Haftpflichtversicherung errechneten die Statistiker des Verbandes für den Zulassungsbezirk Elbe-Elster in Brandenburg. Dort lag der Indexwert fast 30 Prozent unter dem bundesweiten Durchschnitt.

Hohe Regionalklassen gelten vor allem in Großstädten und in Teilen Bayerns. Die schlechteste Schadensbilanz hatte wie schon im Vorjahr Offenbach am Main, wo der Indexwert knapp 34 Prozent über dem Bundesdurchschnitt lag.

Bei den Kasko-Versicherungen ändere sich durch die neue GDV-Regionalstatistik nur wenig, teilte der Verband weiter mit. Für knapp 29 Millionen der mehr als 34 Millionen Voll- und Teilkaskoversicherten bleibe alles beim Alten. 2,8 Millionen Kaskoversicherte rutschen demnach in niedrigere, rund 2,6 Millionen in höhere Regionalklassen.

mhu/Afp

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insgesamt 18 Beiträge
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Seite 1
seduro34 30.08.2017
1. Egal
Der Beitrag bleibt trotzdem fast immer gleich. Sinkt die Regionalklasse, steigt die Typenklasse oder umgedreht. Sinkt beides, erhöht sich die Versicherungssteuer. Ich habe schon lange aufgehört, mich darüber zu ärgern.
tomwessel85 30.08.2017
2.
Der Autofahrer bleibt weiterhin die Melkkuh des Finanzministers. Nach der Wahl wird die Steuerschraube für Diesel gedreht werden und die alten Euro 4/5 Diesel werden nach und nach keine Zulassung mehr bekommen. Doof für die Geringverdiener die auf ihr altes Auto angewiesen sind, aber für die wird man im Jobcenter sicher schon eine Alternative finden. Ganz bestimmt.
mazzmazz 30.08.2017
3. Unspektakulär
Die "Musik" liegt in der individuellen Einstufung. Einen 130.000 Eur Wagen bekomme ich in Bayern günstiger versichert als ein 22-jähriger Brandenburger seinen 20.000 Eur Wagen. Alter der Fahrer, Garage, Unfallhistorie sind die spannenden Kriterien. Dabei ist die KfZ-Versicherung in D noch vergleichsweise günstig.
cindy2009 30.08.2017
4. @tomwessel85
"---- tomwessel85 heute, 17:21 Uhr 2. Der Autofahrer bleibt weiterhin die Melkkuh des Finanzministers. Nach der Wahl wird die Steuerschraube für Diesel gedreht werden und die alten Euro 4/5 Diesel werden nach und nach keine Zulassung mehr bekommen. Doof für die Geringverdiener die auf ihr altes Auto angewiesen sind, aber für die wird man im Jobcenter sicher schon eine Alternative finden. Ganz bestimmt.----" Und was hat das nun mit dem Thema zu tun? Abgesehen davon wird keinem Diesel die Zulassung entzogen noch wird jemand wegen der Diesel-Geschichte zum Bedürftigen.
MartinS. 30.08.2017
5. ...
Zitat von tomwessel85Der Autofahrer bleibt weiterhin die Melkkuh des Finanzministers. Nach der Wahl wird die Steuerschraube für Diesel gedreht werden und die alten Euro 4/5 Diesel werden nach und nach keine Zulassung mehr bekommen. Doof für die Geringverdiener die auf ihr altes Auto angewiesen sind, aber für die wird man im Jobcenter sicher schon eine Alternative finden. Ganz bestimmt.
Vielleicht sollten sie so ganz prinzipiell mal überlegen, was sie denn so kommentieren wollen. Bei dem Thema sind sie mit ihrem Beitrag auf jeden Fall gänzlich falsch. Mit den Typen- und Regionalklassen der KFZ-Versicherungen hat der gute Finanzminister mal nichts zu tun. Aber wenn sie schon dabei sind... möchten sie vielleicht noch über die diesjährige Apfelernte reden, ...oder Religion eventuell?
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