Statt Fahrverboten Kiel testet Stickoxid-Absauganlage

Stickoxide und Feinstaub einfach absaugen - so will Kiel ein Dieselfahrverbot vermeiden. Bei Radfahrern könnte das Gerät jedoch für Frust sorgen.
Foto: Purevento

Stickoxide absaugen statt älteren Dieseln die Durchfahrt verbieten: Diesen Plan verfolgt die Stadt Kiel mit einem silbernen Kasten in der Größe eines Lieferwagens. Das Gerät der Firma Purevento soll voraussichtlich Ende Januar am Kieler Theodor-Heuss-Ring zwischen der Dithmarscher Straße und dem Krusenotter Weg aufgestellt werden, direkt an einer Stickoxid-Messstation. Das geht aus einem Bericht der "Kieler Nachrichten"  hervor.

Die Anlage soll auf einem Radweg direkt am Fahrbahnrand stehen, der dafür über den Gehweg umgeleitet wird - allerdings nur im Testbetrieb für einige Wochen. Dabei sollen das Ansaugverhalten, der entstehende Lärm und die Abluft ermittelt werden, bei einem positiven Ergebnis könnten dann mehrere Exemplare  aufgestellt werden.

Nicht lauter als ein "belebtes Café"

Laut Hersteller  ist der sogenannte Stadtluftreiniger nicht lauter als die "Geräuschkulisse eines belebten Cafés" und soll nur zu den Stoßzeiten aktiv werden. Je nach Bedarf reinige er pro Stunde rund 40.000 Kubikmeter Luft und soll 85 Prozent der Schadstoffe aus der eingesogenen Luft herausfiltern. Der dafür nötige Ansaugluftstrom ist laut Hersteller ungefähr so kräftig wie der eines größeren Staubsaugers.

ene